Viele Glückwunsche zur Gewinnstufe Abitur

Hohenschwangau (oss). 'In der Sprache der Fernseh-Quizshows, würde man wohl sagen: Glückwunsch zur Gewinnstufe Abitur.' So hatte Kollegstufenbetreuer Andreas Amberger seine Festrede in Hohenschwangau der modernen Zeit angepasst. Denn 55 junge Damen und Herren hatten alle Wissensfragen gelöst, ganz ohne 50:50-Chance und Joker und damit das beste Abitur am Gymnasium Hohenschwangau seit 18 Jahren erreicht. Was darf man eigentlich erwarten, wenn die Abiturientinnen und Abiturienten unter den Klängen von Wilhelm Tell im Siegeszug in die mit Eltern und Bekannten voll besetzte Turnhalle einziehen? Nicht weniger, als dass alle bestanden haben, wie Direktor Edward Weber gestern stolz verkündete,. Es sei ein Tag der Freude für die, die im Mai ihr Abitur geschrieben haben, so Weber, der für die Festrede das Wort an den Kollegstufenbetreuer Andreas Amberger übergab. So wie es sich die 'Schüler' gewünscht hatten. Und Amberger hatte sich Gedanken gemacht um die Schüler, die fortan nicht mehr nur nach Stundenplänen leben werden, sondern, wie er es formulierte, ihre eigene Biographie schreiben.

Mit Erfolgen und Rückschlägen. Und er forderte sie auf, den Mut zu haben, ihr Leben selber zu gestalten, sonst würden dies andere übernehmen. In Anlehnung an Albert Schweitzer meinte Amberger, sollten sie den Mut haben, Schiffbruch zu erleiden, um Erfolg zu haben. Denn, so Amberger, man darf scheitern, das gehöre dazu, wenn man etwas wage. Und gewagt hatten die 55 Teenager wohl schon einiges, wie man dann aus der 'Beichte' der Klosterbrüder der K12 heraushörte, die einige Geschichten ihrer Vorgänger zum Besten gaben. Zum Besten gegeben wurde auch die eine oder andere Lehrer-Anekdote, ehe es dann ans Verteilen der Abizeugnisse ging. Mit einem Durchschnitt von 2,3 gehört dieser Jahrgang zu den Besten seit 1986, mit der Note 1,2 beziehungsweise 1,4 wurden Roman Mayr, Christoph Weiß, Dorothea Müller und Johanna Keller mit dem Förderpreis des Gymnasiums ausgezeichnet. Bei aller Freude hatten die Abiturienten allerdings auch eines Mannes gedacht, der sich, so ihre Sprecherin, an diesem Tag mit ihnen zusammen sehr gefreut hätte: Gerhard 'Fluff' Mitlöhner. Mit einem kleinen, für ihn geschriebenen Lied erinnerten sie an ihren Lehrer und Freund, der im November unerwartet gestorben war.

Das könnte Sie auch interessieren

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen
Powered by Gogol Publishing 2002-2018