Viele Einsätze und ein Frust-Erlebnis

Füssen (eb). - Für die 'hervorragende Arbeit und großartige Leistungen' im vergangenen Jahr bedankte sich der Vorsitzende der Wasserwacht Füssen, Rudi Krüger, bei den Mitgliedern. So wurden fast 1500 Wachstunden am Forggen- und am Bannwaldsee geleistet, hieß es bei der Jahresversammlung. In seinem Rückblick ging Vorsitzender Krüger auf die vielen Aktivitäten ein, die das abgelaufene Vereinsjahr geprägt hatten. Das reichte von der Faschingsgaudi im Lech bis zum Vereinsausflug, der in den Bayerischen Wald führte. Heuer beschäftigt die Wasserwacht vor allem die geplante Schließung des Füssener Hallenbades. Man versuche, sich an einer 'bestmöglichen Lösung' des Problems zu beteiligen, sagte Krüger. Über 1435 Wachstunden leistete die Wasserwacht Füssen im vergangenen Jahr am Forggen- und am Bannwaldsee ab. Dazu kamen etliche Einsätze: Unter anderem wurde 63-mal erste Hilfe geleistet, drei Mal mussten Personen aus gefährlichen Situationen gerettet werden. Einmal kam aber jede Hilfe zu spät: Die Schnelleinsatzgruppe (SEG) konnte im August einen 37-jährigen Familienvater nur noch leblos aus dem Weißensee bergen.

Der Füssener, der mit seinen Kindern beim Baden war, ging etwa 150 Meter vom Ufer entfernt unter. Die alarmierten Wasserwacht-Mitglieder aus Weißensee und Füssen konnten den Mann zwar noch ans Ufer bringen, die Reanimationsversuche der Ärzte und Sanitäter blieben jedoch erfolglos. Probleme gab es für die SEG bei einem Einsatz am Hopfensee: Dort war im Juni ein 25-Jähriger von einem Boot ins Wasser gesprungen, um sich abzukühlen. Der Mann versank aber in den Fluten. Die Suche mit mehreren Wasserwacht-Ortsgruppen musste nach zwei Tagen abgebrochen werden, da die Kripo Kempten nicht die Kosten dafür übernehmen wollte. Eine Entscheidung, die seinerzeit die Helfer frustrierte (unsere Zeitung berichtete). Auf dieses Problem ging der Kreisvorsitzende der Wasserwacht, Wolfgang Hanig, bei der Jahresversammlung in Füssen ein: Um so etwas in Zukunft zu vermeiden wünsche er sich eine Regelung, die auf höherer Ebene diskutiert werden müsse. Die Präsidentin des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), Prinzessin Christa von Thurn und Taxis, dankte der Füssener Wasserwacht für die geleistete Arbeit. Insbesondere lobte sie den ehrenamtlichen Einsatz. In diesem Zusammenhang erinnerte sie an eine Forderung des BRK: Das Rote Kreuz will in Bayern mit den Freiwilligen Feuerwehren gleichgestellt werden. So müsse der Freistaat die Ausstattungen und Einsatzfahrzeuge auch beim BRK bezuschussen. Außerdem sollten die BRK-Helfer wie auch die Feuerwehrleute Anspruch auf Lohnfortzahlung durch die öffentliche Hand haben.

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