Füssen
Viel Wirbel um ein einziges Anwesen

«Ich will nichts verhindern, aber städtebaulich etwas verbessern.» Das betonte Magnus Peresson (UBL), als es im Stadtrat darum ging, den Bebauungsplan am sogenannten Köllebachtobel in Hopfen zu ändern. Wie berichtet, hatte bereits der Bauausschuss die Umplanung - nur noch ein Anwesen statt mehrerer Wohnhäuser - grundsätzlich befürwortet. Was Peresson nun im Stadtrat nicht gefiel, waren geplante Eingriffe ins Gelände und die Höhenentwicklung. Doch er stand auf verlorenem Posten da.

Wie berichtet, «schrumpft» das Baugebiet: Auf der Wiese unterhalb vom Haus Hopfensee soll nur noch ein Wohnhaus mit Garagen und Nebenräumen errichtet werden. Der Rest der Fläche wird entgegen der ursprünglichen Planung von Bauten frei gehalten - auf Dauer, wie Bürgermeister Paul Iacob auf Nachfragen von Stadträten versicherte.

Fast alle Kommunalpolitiker waren mit der Umplanung einverstanden: «Wenn ich mir die Planung von früher ansehe, kann ich das neue Vorhaben nur begrüßen», meinte beispielsweise Uli Pickl (SPD). «Ich habe damit keine Probleme», sekundierte Franz Nagel (CSU). Magnus Peresson jedoch sah planerische Mängel. So konnte er einer talseitigen Aufschüttung von zwei Metern nicht zustimmen, das Ortsbild werde beschädigt.

Gegen Verbot verstoßen

Inzwischen hat Peresson auch seine Wählergruppe mobilisiert, die eine Pressemitteilung herausgab: «Der dem Stadtrat vorgelegte Entwurf ignoriert in fast sträflicher Weise die extreme Hanglage, er verstößt auch gegen das in der bisherigen Fassung festgelegte Verbot von künstlichen Böschungen.» Nicht das Gelände müsse einer Bebauung angepasst werden, sondern das zu errichtende Gebäude habe sich dem Gelände unterzuordnen.

Diese und weitere Einwände, die Peresson auch im Stadtrat vortrug, änderten jedoch nichts an der Entscheidung: Mit großer Mehrheit wurde die Änderung des Bebauungsplans auf den Weg gebracht.

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