Viel Lob für das Eishockey-Quartett

Memmingen | mide | Zurück von der ersten Weltmeisterschaft der U18 Frauen im Eishockey sind die Memminger Spielerinnen Anja Weisser, Michelle Grünewald, Angela Kohnle und Miriam Prokopec. Das Quartett des Bundesligisten ECDC Memmingen hatte das deutsche Team im kanadischen Calgary verstärkt und dabei gute Leistungen gezeigt. Deutschland belegte (wie berichtet) den fünften Platz und schrammte nur knapp am Halbfinale vorbei: Im Spiel gegen die Frauen aus Tschechien, die später Bronze gewannen, musste die deutsche Mannschaft 0,8 Sekunden vor Ende der Partie das entscheidende Gegentor zum 2:3 hinnehmen.

'Eine tolle Sache'

In der abschließenden Platzierungsrunde verbuchten die deutschen Juniorinnen mit einem 2:1 über Russland und einem 4:2 über Finnland zwei Erfolge und sicherten sich Rang fünf. ECDC-Verteidigerin Anja Weisser konnte sich im Spiel um Platz fünf mit dem 1:0 gegen Finnland sogar in die Torschützenliste eintragen. Die 16-Jährige freute sich schon allein darüber, dass sie überhaupt dabei war: 'Das war natürlich eine tolle Sache.' Die zahlreichen Zuschauer seien für sie eine große Motivation gewesen, hätten jedoch auch ein bisschen nervös gemacht. 'Es hat sich so die Waage gehalten.' Die Niederlage gegen Tschechien nannte Weisser 'unglücklich'. Vor allem hätte es sie und ihre Kameradinnen 'gewurmt', dass ausgerechnet Tschechien am Ende Bronze geholt habe.

Bereits zum Turnierauftakt hatte es gegen das finnische Team einen 4:2-Erfolg gegeben. Dies war zugleich der erste Sieg einer DEB-Frauenauswahl gegen die Skandinavier überhaupt. Gegen Kanada war Deutschland beim 1:10 ohne Chance, ehe gegen Tschechien nur ein Wimpernschlag zu einer weiteren Überraschung fehlte.

Der Abteilungsleiter des Memminger Fraueneishockeys, Peter Gemsjäger, zog dennoch ein positives Fazit: 'Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung unserer Spielerinnen. Mit etwas mehr Glück hätten wir sogar das Halbfinale schaffen können und um eine Medaille gespielt.'

Die U18-WM habe außerdem gezeigt, dass Deutschland mit der europäischen Spitze mithalten könne. An Kanada und die USA ran zu kommen, das sei kurzfristig allerdings nicht möglich. 'Allein die Tatsache, dass in Kanada über 70000 und den USA über 60000 Frauen Eishockey spielen zeigt, dass unsere Voraussetzungen andere sind - in Deutschland spielen rund 2500 Frauen.' Wichtig sei es deshalb, das große Turniere auch in Deutschland ausgetragen würden. Gemsjäger: 'Wir hoffen nun darauf, dass die U18-WM im Januar 2009 in Füssen ausgetragen wird.'

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