Friedrichshafen
VfB- Volleyballer siegen bei Champions-League- Auftakt

Auftakt nach Maß für den VfB Friedrichshafen in der CEV Indesit Champions League: Mit 3:0 (25:18, 29:27, 25:18) bezwangen die Häfler den Italienischen Meister Copra NordMeccanica Piacenza und zeigten dabei vor 3.800 begeisterten Zuschauern in der ZF Arena eine überaus beeindruckende Vorstellung. Dieses Bild hatte Symbolcharakter: Als die Lichter am Mittwochabend schon längst erloschen waren und sich die ZF Arena in eine weitläufige leere Halle verwandelt hatte, saß Joao José noch in dem roten Sessel am Spielfeldrand, den normalerweise Co-Trainer Ulf Quell innehat.

Der Portugiese saß dort, faltete die Hände und schmunzelte in sich hinein. José allen Grund zur Zufriedenheit. Schließlich hatte er mit dem VfB Friedrichshafen soeben einen beeindruckenden Start in die CEV Indesit European Champions League 2009/2010 hingelegt.

Mit 3:0 (25:18, 29:27, 25:18) besiegten die Häfler Italiens Meister Copra NordMeccanica Piacenza und zeigten dabei eine beeindruckende Vorstellung, die die 3.800 Zuschauer in überschwängliche Feierstimmung versetzte.

'Das war heute einer dieser wunderschönen Tage', freute sich VfB-Trainer Stelian Moculescu. 'Wir mussten volles Risiko gehen und haben das sehr gut gemacht. Kompliment an mein Team. Die Jungs haben wirklich gut gespielt.'

Angefeuert durch die phantastische Kulisse erwischte Friedrichshafen einen exzellenten Start. Mit seinen Aufschlägen demonstrierte Georg Grozer hier zum ersten Mal seine Klasse und brachte die Annahme der italienischen Gäste in große Bedrängnis.

Das setzte sich fort. Die VfB- Akteure servierten druckvoll und packten danach auch im Block ein ums andere Mal erfolgreich zu. Die Folge: In nur 22 Minuten ging Satz eins an die Gastgeber.

Piacenza aber steckte nicht auf. Während sich bei Friedrichshafen die Fehler häuften, warfen die Routiniers um Zuspieler Marco Meoni ihre ganze Erfahrung in die Wagschale. Mit 17:20 lagen José & Co. bereits zurück, ehe sie abermals zur Aufholjagd ansetzten.

Ein Block des Kapitäns und Idi markierte das 21:21 und zum ersten Mal in diesem Durchgang den Ausgleich. Danach aber bot sich den Zuschauern ein echter Volleyballkrimi. 22:24 lag der VfB im Hintertreffen und wehrte insgesamt drei Satzbälle ab, ehe Grozer mit einem As die dritte Chance zum Satzgewinn nutzte.

'Im zweiten Satz hatten wir einen kleinen Durchhänger', sagte Grozer. 'Aber danach haben wir uns als Mannschaft wieder gefunden.' Und zwar abermals in imponierender Art und Weise.

Während bei den Stars aus Italien die Verunsicherung von Ball zu Ball größer wurde, schien beim Deutschen Meister nun alles zu gelingen.

Egal, ob direkt im Aufschlag, schnell im Angriff über die Mitte oder im Block – die Häfler punkteten aus allen Lagen und erspielten sich damit ein riesiges Selbstvertrauen, das sie die Partie nicht mehr aus den Händen geben ließ.

'Ich fühle mich so gut', freute sich Idi nach dem gelungenen Auftakt in die Champions League. 'Ich habe nicht gedacht, dass wir so locker gewinnen. Aber das war wohl die Konsequenz unseres Trainings.'

Damit sprach der Brasilianer seinem Capitão aus der Seele. 'Wir haben hart für diesen Sieg gekämpft', so José. 'Und ich finde, wir haben verdient gewonnen.'

Das könnte Sie auch interessieren

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen
Powered by Gogol Publishing 2002-2019