Buchloe / Umgebung
Verspätet und verweht

Um halb vier Uhr morgens hat für den Winterdienst des städtischen Bauhofs bereits der gestrige Tag begonnen. Aufgrund des starken Schneefalls, gepaart mit heftigen Windböen, waren die Arbeiter bis in den späten Abend hinein mit neun Räumfahrzeugen unterwegs. «Es war bisher der stärkste Schneefall in diesem Winter», sagt Hermann Steinle, Leiter des Bauhofs.

Vor allem die Schneeverwehungen machten Autofahrern wie auch dem Räumdienst gehörig zu schaffen. Besonders anfällig dafür seien laut Steinle die Westtangente, die Strecke in Richtung Waal sowie der Abschnitt in Richtung Weicht entlang der Bahnlinie. Bis zu 70 Zentimeter hoch türmte der Wind den Schnee auf. «Das erschwert unsere Arbeit immens. Wenn die Straße geräumt ist, weht der Wind die Fahrbahn wieder zu», so Steinle. Werner Weigl, Leiter des Bauhofs des Landkreises Ostallgäu in Westendorf, hat in der Nacht auf Donnerstag gleich 14 Fahrzeuge losgeschickt. Ein Problem in Westendorf: Das Salz wird langsam knapp. Bereits seit zwei Wochen wartet Weigl auf 200 Tonnen Salz. Seine Mitarbeiter müssen die Rationen bereits reduzieren.

Die Buchloer Polizei hat einen, für diese Straßenverhältnisse, recht ruhigen Tag hinter sich. Die Fahrbahnen seien zwar frühmorgens und stellenweise auch den ganzen Donnerstag schneebedeckt gewesen. «Aber wir hatten keinen Unfall und keine Pannenfahrzeuge», heißt es seitens der Polizei. Die Autofahrer hätten ihre Fahrweise vorbildlich angepasst oder den Wagen gleich in der Garage stehen gelassen.

Wer sich für letztere Möglichkeit entschieden hatte, der musste besonders im Schienenverkehr Geduld mitbringen. Über eine Stunde waren einige Züge verspätet, manche Verbindung von Buchloe in Richtung München fiel sogar aus. «Wir hatten den ganzen Tag zu kämpfen. Vor allem Schneeverwehungen verursachten Schäden an Weichen, was den Fahrplan durcheinander gebracht hat», erklärte ein Sprecher der Bahn.

Das Allgäu und Oberbayern seien davon besonders betroffen gewesen.

Auch mittags saßen noch viele Reisende und Pendler am Buchloer Bahnhof fest. Wie zum Beispiel Walter Kerber. Sein Euro-City nach München, planmäßige Abfahrt 12.43 Uhr, hatte über 70 Minuten Verspätung. «Ich wollte von dort nach Ingolstadt weiterfahren und mein neues Auto abholen. Aber das kann ich mir jetzt abschminken», schimpfte er.

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