Pforzen
Verkehrsberuhigung erhitzt Gemüter

|oll| Mit der Ausweisung von verkehrsberuhigten Zonen in der Gemeinde befasste sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Die konträr geführte Debatte zeige, so Bürgermeister Hermann Heiß, dass noch großer Diskussionsbedarf besteht. Er beabsichtige nicht, flächendeckend «Tempo 30» einzuführen, so Heiß. Aber man solle darüber nachdenken, in bestimmten Bereichen, wo es angebracht erscheine, verkehrsberuhigend tätig zu werden. Bundes-, Kreis- und Durchgangsstraßen seien davon ausgeschlossen, erklärte Heiß. Beginnen könne man beispielsweise bei der Feld- sowie der Riedener Straße. Es müsse ermittelt werden, ob grundsätzliches Interesse daran besteht.

Günther Kreit meinte, nur mit Verkehrsschildern, ohne bauliche Maßnahmen also, werde es nicht funktionieren. Zu prüfen sei, wo «es am dringendsten erscheint und nicht, wer am lautesten schreit». Zu prüfen sei auch, ob die Feldstraße zu den Durchgangsstraßen zähle. Roman Wörle hieb in die gleiche Kerbe: «Es muss bauliche Maßnahmen geben, sonst ist es sinnlos.» Die Verkehrssituation in der Feldstraße nannte er «extrem». Insgesamt sei es positiv, diese Diskussion zu führen.

Peter Rohrmoser fragte, wie man die Verkehrsberuhigung durchsetzen wolle, und gab mit Blick auf die Riedener Straße zu bedenken, die Fahrbahn sei kein Spielplatz für Kinder. Außerdem sei zu erwarten, dass der ersten Verkehrsberuhigungen weitere Anträge folgen.

Anton Demmler sagte, angesichts der dort geltenden Rechts-vor-links-Regelung und der vielen geparkten Autos habe der Autofahrer schon jetzt keine Chance, schnell zu fahren. «Gefahren wird trotzdem viel zu schnell», meinte Thomas de Paly und erinnerte daran, dass für die Riedener Straße schon einmal «Tempo 30» gegolten habe. Trotz zahlreicher Unterschriften pro Verkehrsberuhigung habe die Gemeinde die Regelung wieder gekippt. «Nun haben wir zum ersten Mal das Thema heiß diskutiert», so der Rathauschef abschließend. «Wir werden es nicht aus dem Auge verlieren.»

Weiteres lebhaft diskutiertes Thema war die Datenerfassung von ehrenamtlich Tätigen in der Gemeinde. Laut Bürgermeister Heiß war vor Wochen die Idee geboren worden, die vielen, oft im Hintergrund ehrenamtlich tätigen Personen und deren Ämter zu erfassen. Auf diese Weise solle es möglich sein, einen genauen Überblick herzustellen, um gegebenenfalls das Engagement würdigen zu können.

«Sinnvoll und notwendig» nannte Peter Ried den Vorstoß. Wörle meinte, die technische Umsetzung sei am ehesten über eine «serverbasierte Datenbank» machbar, auf die nur eigens dazu autorisierte Personen Zugriff haben sollten. Kreit sagte, im Sportverein zum Beispiel werde über die Ehrungen Buch geführt.

Da die Gemeinde vorschlagsberechtigt sei, müsse sie in die Lage versetzt werden, etwas über verdiente Personen aussagen und bei Empfängen beispielsweise Danke sagen zu können. Zweiter Bürgermeister Josef Freuding empfahl, eine Datenbank aufzubauen und einen «Bürger des Jahres zu küren». De Paly gab zu bedenken, der Datenschutz sei zu beachten.

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