Kempten
Verhandlungen über katholische Schule im alten Kloster laufen weiter

Wie geht es weiter mit dem Kloster Lenzfried? Diese Frage bleibt vorerst offen. Seit Anfang vergangenen Jahres laufen wie berichtet Verhandlungen mit einer Initiative, die in dem Kloster eine Josef-Kentenich-Schule, eine katholische Grund- und Hauptschule, einrichten möchte. Konkret allerdings, heißt es von Initiative und Stadt, sei noch nichts, es werde weiter verhandelt. Allerdings, sagt Renate Immler von der Initiative, sei geplant, die Schule im September 2011 zu eröffnen. Zunächst zwei, später dann acht Klassen soll die Josef-Kentenich-Schule im alten Kloster beherbergen, sagt Immler. An der geplanten Josef-Kentenich-Schule würden die Kinder lernen, mutig ihre Ziele zu verfolgen. Das Kind stehe dabei im Mittelpunkt. «Das Besondere an dieser katholischen Privatschule ist neben der Vermittlung von christlichen Grundwerten, eine andere Blickrichtung auf das Kind», erläutert Immler. Es werde von Gott her gesehen, in der Überzeugung, dass es für seine Lebensaufgabe die richtigen Talente mitbringe.

Der Unterricht setze sich zusammen aus «Lernen mit allen Sinnen», Freiarbeit und vernetztem Unterricht. Eine besonders wichtige Rolle nehme die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Lehrern ein. Die Kinder sollten lernen, aus ihrem katholischen Verständnis heraus Verantwortung für sich zu übernehmen, gegebene Freiheiten sinnvoll zu gestalten und eigene Talente nachhaltig zu fördern.

Der Antrag auf Schulgenehmigung, sagt Immler, werde derzeit von der Regierung von Schwaben geprüft. Als Privatschule müsse die Kentenich-Schule Schulgeld erheben, um die laufenden Kosten zu decken und Lehrmaterial anbieten zu können. Durch eine Geschwister- und Sozialermäßigung werde aber die Aufnahme eines Kindes nicht am Einkommen der Eltern scheitern. Die endgültige Höhe des Schulgeldes stehe noch nicht fest.

In den aktuellen Verhandlungen von Initiative und Stadt gehe es vor allem um finanzielle Dinge, erläutert Dr. Richard Schießl, Leiter des Amts für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung. Denn da ein Teil des Klosters nach wie vor von der Maria-Ward-Schule genutzt wird, sind Umbau- und Sanierungsarbeiten nötig, um beide Schulen räumlich zu trennen. «Die Stadt kann dafür kein Geld ausgeben», verdeutlicht Schießl. Die Initiative müsse die Kosten also selbst tragen. Derzeit werde mithilfe der Sozialbau geprüft, in welchem Rahmen Umbauten notwendig sind, welcher Raumbedarf überhaupt besteht und welche Kosten anfallen. So könne man einen Mietpreis ermitteln.

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