Marktoberdorf / Ostallgäu
Urgestein der Freien Wähler macht einem Jüngeren Platz

Einen Generationenwechsel an der Spitze vollzogen die Freien Wähler Ostallgäu bei ihrer Jahresversammlung in Ebenhofen. Nach 20 Jahren als Kreisvorsitzender machte der 68-jährige Josef Rid (Buchloe) den Platz frei für den 16 Jahre jüngeren Herbert Heisler aus Obergünzburg. Mit überwältigender Mehrheit wurde der 52-Jährige in sein neues Amt gewählt.

Beifall im Stehen erntete Rid am Ende der Versammlung, als er die Urkunde zum Ehrenmitglied erhielt. Außerordentlich viel Dankbarkeit und Respekt für seine Leistung wurden ihm in den Ansprachen seines Nachfolgers Heisler und der von Landrat Johann Fleschhut zuteil. Auch weitere Schlüsselpositionen wie die des Schatzmeisters, des Kreisgeschäftsführers und des Schriftführers wurden neu besetzt. Statt wie bisher drei gibt es künftig fünf Stellvertreter des Vorsitzenden.

Nicht leicht gefallen

Die Entscheidung sei ihm nicht leicht gefallen, sagte ein sichtlich gerührter Josef Rid. Aber drei Jahre vor der nächsten Wahl sei der Zeitpunkt für einen Wechsel richtig.

Und mit seinen Aufgaben unter anderem als Bezirksvorsitzender, Fraktionsvorsitzender im Bezirksrat und Mitglied im Landesverband der Freien Wähler bleibe ihm noch genug Arbeit. Im Ostallgäu, so Rid in seinem Rückblick, könnten die Freien Wähler für die vergangenen 20 Jahre eine Erfolgsbilanz ziehen: Die Zahl der Kreisräte habe sich von sieben auf 15 mehr als verdoppelt und sie stellten mit Johann Fleschhut den Landrat. Auch bei der Anzahl der Bürgermeister hätten die Freien Wähler zugelegt und der Kreisverband Ostallgäu sei bei den Wahlergebnissen mit an der Spitze in Bayern.

All dies sei einem «tollen Team» zu verdanken, mit dem er zusammenarbeiten konnte. Hoch habe Rid die Messlatte gelegt, sagte sein Nachfolger Heisler bei seiner Antrittsrede. Dies sei Motivation für ihn, mit kontinuierlicher Arbeit auch weiterhin für nachhaltige Erfolge zu sorgen. Zu den nächsten Aufgaben zähle die Werbung neuer und vor allem auch junger Mitglieder. Er strebe außerdem eine verstärkte Zusammenarbeit der Ortsverbände an. Bildung, Landwirtschaft, Jugend, Senioren und auch Klimaschutz - all dies seien Themen, die auch die Kommunalpolitik betreffen. Er setze auf den offenen Dialog.

Es ging ihm um die Sache

Rid, so Heisler weiter, habe es mit seiner freundlichen Art verstanden, Menschen zu begeistern. Sein Gespür für Probleme und Menschen hätten seinen Erfolg bedingt. Als Mann, dem es stets um die Sache und weniger um seine Person ging, bezeichnete Landrat Fleschhut den «Muster-Freien-Wähler» Rid in sehr persönlichen Dankesworten. Er habe sich maßgebliche Verdienste um die beispiellose Entwicklung der Freien Wähler erworben. Fleschhut zeigte sich sicher, dass diese Entwicklung mit Herbert Heisler fortgesetzt werden könne. Großer Dank galt auch allen anderen Geehrten dieses Abends.

Weitere Ehrenmitgliedschaften wurden an Johann Schneidberger (Schwangau) und den scheidenden Schatzmeister Johann Jung (Marktoberdorf) vergeben. Nachdem er einen letzten Kassenbericht vorgelegt hatte, reichte er einen Antrag ein: Der Kassier soll künftig allein über Ausgaben von 2500 Euro (bislang 1000 Euro) entscheiden können. Die Versammlung nahm diesen Vorschlag mit drei Gegenstimmen an.

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