Untrasried: Dorferneuerung endet 2006

Untrasried/Hopferbach (ram). - Bei der Einweihung des Dorfplatzes in Hopferbach im August letzten Jahres sicherte Landwirtschaftsminister Josef Miller weitere Hilfen der Dorferneuerung (DE) für Untrasried und Hopferbach zu. Doch das Ministerwort wurde nun durch den Vorsitzenden der Teilnehmergemeinschaft (TG), Hans-Dietrich Böhme, zurechtgerückt: Definitives Ende der Dorferneuerung ist 2006 - und der Hochwasserschutz ist nur über ein Flurbereinigungs-Verfahren möglich. Bürgermeister Alfred Wölfle erinnerte in jüngster Sitzung, dass die Kommune im Februar 2003 wegen Schäden am Untrasrieder Sportplatz und großen Überschwemmungen in beiden Ortsteilen Maßnahmen zum Hochwasserschutz beantragte. Aber aus dem Ministerversprechen wird nun doch nichts. Die laufenden DE-Maßnahmen müssen laut neuestem Beschluss der Krumbacher Direktion in zwei Jahren abgeschlossen sein, nur bei Beteiligung der Gemeinde kann bis 2008 weiter gebaut werden. Die 'Eil-Nachricht' sorgte im Gemeinderat für großes Erstaunen. Denn man hoffte, mit der guten staatlichen Förderung der DE weitere Projekte beginnen und schon begonnene noch einige Jahre 'hinausschieben' zu können.

Böhme wies ferner darauf hin, dass in die derzeit laufende DE keine Maßnahmen zum Hochwasserschutz aufgenommen werden dürften. Allenfalls könnte noch die Planung für eine Hochwasserfreilegung 'durchgezogen' werden. Der Hochwasserschutz selbst müsste in einem Verfahren der Flurbereinigung bewerkstelligt werden, informiert Böhme. Der Hochwasser-Rückhalt sollte künftig vor Ort geschehen, nur eine 'Weiterleitung' dürfe es nicht mehr geben, meinte der Fachmann. Rathauschef Wölfle sprach vom Gebot 'überraschender Eile'. Der Gemeinderat verlangte aber vor schnellen Entscheidungen eine Studie zur Hochwasserfreilegung und dann Gespräche mit den Grundeigentümern. Nach überwiegender Meinung des Gremiums wird der gemeindliche Wegebau nicht mit dem Verfahren zur Flurbereinigung/Hochwasserfreilegung gekoppelt. Der Wegebau werde auf etwa 2010 verschoben. Mehrere Räte äußerten sich positiv zum Hochwasserschutz mit der Flurbereinigung, da er dann mit höheren Zuschüssen verwirklicht werden könnte. Wölfle mahnte die Zaudernden: 'Der Gemeinderat muss vorausschauend denken und handeln.'

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