Oberstdorf
Unterhalten, informieren und improvisieren

Die beiden gehören inzwischen zur festen Größe bei sportlichen Großveranstaltungen in Oberstdorf. Helmer Litzke und Jens Zimmermann sind ein perfekt harmonierendes Zweier-Team, sorgen in den Stadien für Unterhaltung und Information, für Stimmung auf den Rängen und Spannung dank fachlich fundierter Kommentare. Nach der Vierschanzen-Tournee ist das Duo bei der FIS-Team-Tour im Skifliegen am Wochenende wieder im Einsatz. Die Veranstaltung beginnt heute um 14 Uhr mit der Qualifikation auf der Skiflugschanze im Stillachtal.

Talent zum Improvisieren

Lampenfieber oder die Sorge, dass bei einer Live-Großveranstaltung im Stillachtal etwas schief gehen könnte bei der Moderation, kennen die beiden nicht. Sie können auch mit Überraschungen, die Improvisationstalent fordern, gut umgehen: Der 51-jährige Helmer Litzke ist den Zuschauern seit vielen Jahren als vertraute Stimme im Ski-Stadion bekannt. Ebenso Jens Zimmermann, der inzwischen nicht nur in seiner «zweiten Heimat» an den Oberstdorfer Schanzen als Moderator fungiert, sondern auch den alpinen Ski-Weltcup in Ofterschwang und beim LanglaufNachtsprint in Fischen kommentierte. Der in Berlin geborene Helmer Litzke ist seit 1996 dabei.

Damals hatte Franz Bisle die Stadionmoderation von Heidi Kretschmer übernommen und suchte einen Partner, der sich mit ihm um die Stimmung und die bunten Geschichten am Rande des Sportgeschehens kümmerte. 2004 kam es für beide ganz dicke, als das Skifliegen im Stillachtal im dichten Schneetreiben zu versinken drohte. «Den ganzen Tag über blieb unklar, ob und wann der Wettkampf gestartet werden kann» erinnert sich Litzke. Ein Riesenpublikum mit großen Erwartungen von 10 bis 18 Uhr bei Laune zu halten, stellte die beiden vor eine große Aufgabe. Und als nach Stunden dann doch die Absage für das Fliegen kam, erreichte Bisle, sozusagen als Entschädigung fürs Publikum, dass sich die Skispringer gut gelaunt und volksnah im Auslauf präsentierten. Mit Jens Zimmermann arbeitet er seit 2008 zusammen.

Der gebürtige Freudenstädter hatte bereits viele nationale und internationale Sportevents moderiert, bevor er durch Zufall nach Oberstdorf kam, als Franz Bisle wegen einer Stimmbandentzündung kein Wort herausbrachte. Der 38-jährige Zimmermann sprang spontan ein. «Den Tourneeauftakt in Oberstdorf kannte ich seit 1995», erzählt er. Damals noch als Zuschauer, habe er sich nicht träumen lassen, dass er einmal als Moderator im Stadion stehen würde. Inzwischen gewohnt, vor einer so großen Kulisse zu arbeiten, sind die beiden bescheiden geblieben. «Unser Grundsatz: Die Leute kommen wegen der Skispringer, nicht unseretwegen. Kein Platz also, sich selbst zu feiern», sind die beiden sich einig. Der Kontakt zu den Springern sei gut, obwohl auch für einen Moderator die Zeiten anders geworden sind.

«Typen wie Andi Goldberger oder Dieter Thoma waren immer für ein kurzes Interview zu haben, auch wenn sie schlecht gesprungen sind», weiß Litzke. Heutzutage müsse man genauer hinschauen und einen Sportler mit dem berühmten «Tunnelblick» lassen sie lieber erst einmal in Ruhe. »Allgäu-Sport

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