Unmögliches möglich gemacht

Von Anneliese Hauber | Schwangau 'Unmöglich', so hatte die erste Einschätzung von Peter Kösel, dem DSV-Wettkampfbeauftragten für die Bayerische Meisterschaft im Skilanglauf, vor Wochenfrist gelautet, als er die vereiste Kunstschneeloipe inmitten grüner Landschaft am Fuße der Tegelbergbahn gesehen hatte. Doch das Team um Organisationschef Andreas Schweiger hat ihn am Wochenende eines Besseren belehrt, das Unmögliche möglich gemacht und dafür ein großes Lob von allen Seiten erhalten.

'Wir haben bis zum letzten Moment geschuftet, zirka 1000 Kubikmeter Kunstschnee von der Skipiste und aus Depots herbeigeschafft und auf der Strecke verteilt', so Schweiger. Die Präparierung der zwei Kilometer langen Loipe wäre ohne die engagierte Hilfe der Tegelbergbahn und der Gemeinde nicht möglich gewesen. Außerdem war eine ganze Kompanie fleißiger Helfer am Werk. Aber dieser Kraftakt hat sich gelohnt, die Meisterschaften wurden durchgeführt und sorgten für einhellige Begeisterung unter den mehr als 350 aus ganz Bayern angereisten Athleten im Alter zwischen zwölf bis 21 Jahren. Die größte Teilnehmerzahl war bei den 12- bis 15-jährigen Schülern zu verzeichnen. Hier kämpften über 251 um die Titel.

Schon am Freitagnachmittag bei der Streckenbesichtigung tummelten sich zahlreiche Läufer und Betreuer auf der Kunstschneeloipe, um das Wachs zu testen und die Strecke kennenzulernen. 'Streng geheim!' waren die Antworten auf die Frage, wie die Ski präpariert werden. 'Jedes Team hat seine eigenen Geheimnisse, wenn es um das Wachs geht', erläutert Elena Egger, die Trainerin des Langlaufstützpunktes Ostallgäu. Sie selbst kennt alle Tricks, als Ehefrau des Cheftechnikers und Wachsers von Michael Greis und Magdalena Neuner, Konrad Egger.

Ein weiteres Geheimnis machen manche Athleten aus ihrer Ernährung. 'Ich esse total normal. Manchmal sogar Fastfood. Vor jedem Wettkampf gibt es zum Frühstück Müsli. Zusätzlich trinke ich viel Tee und nehme Magnesiumtabletten', erklärte eine junge Langläuferin aus Oberbayern am Rande der Strecke ihren Speiseplan.

Vernünftiges Essen ist wichtig, um die vier oder sechs Kilometer lange Strecke zurücklegen zu können und nicht nach einer gewissen Zeit 'blau' zu werden, wie es im Langläuferjargon heißt. Die Schwangauer Lokalmatadorinnen Janine Frenzel und Karolina Helmer (beide S13) halten sich allerdings kaum an einen besonderen Plan: 'Wir essen alles, was uns schmeckt', so das Duo.

Zu den Wettkämpfen hatten sich zahlreiche Väter, Mütter, Omas, Opas, Onkel und Tanten, gerade auch von den jüngeren Athleten aus der Region, an der Strecke eingefunden um die Kinder anzufeuern. Sie sorgten für eine Superstimmung entlang der Strecke. Ihren eigenen Fanclub, die 'Tennismädels' vom Skiclub Pfronten, hatten Thomas Hauber, Martina und Simon Geyer mitgebracht. 'Im Sommer ist Thomas unser Fan beim Tennis. Ehrensache, dass wir ihn im Winter anfeuern', schmunzelt Bärbel Hörmann, die mit ihrer Schwester Hanni Keller mit einem eigenen Transparent gekommen war.

Professionell kommentiert wurden die Rennen von dem erfahrenen Sprecher Martin Harbauer, der zu allen Situationen den passenden Kommentar parat hatte. Ein voller Erfolg war auch die 'Nudelparty' am Samstag im bis zum letzten Platz besetzten, beheizten Festzelt am Bannwaldsee. Jeder geehrte Läufer der Plätze eins bis zehn wurde mit frenetischem Beifall bedacht. Die ersten Sechs erhielten Pokale, die Plätze sieben bis zehn Sachpreise.

siehe auch Allgäu Sport

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