Kempten
Ummelden per Mausklick im virtuellen Bürger-Büro

2Bilder

Bürgerfreundlicher will die Kemptener Verwaltung werden. Dazu setzt sie zum einen auf die Einrichtung eines virtuellen Rathauses, in das sich jeder via Internet einklicken kann. Zum anderen sollen direkte Kontakte zu den Ämtern vereinfacht und beschleunigt werden. Diese neue Verwaltungskultur ist dem Finanzausschuss 96000 Euro wert.

Der Wandel der klassischen zur serviceorientierten Verwaltung soll sowohl die Zufriedenheit der Bürger als auch die Effizienz der Behörden erhöhen, erklärte Verwaltungsreferent Peter Riegg. Besonders die Leistungen, die der Bürger am meisten nutzt, sollten verbessert werden. Das Einwohnermeldeamt steht dabei an der Spitze.

Viele Vorgänge, für die bisher der Gang zu einem Schalter notwendig ist, ließen sich per PC in einem virtuellen Bürgerbüro erledigen, erläuterte Riegg. «Nicht der Bürger soll laufen, sondern die Daten» könne als Maxime gelten. Für beide Seiten biete dies Vorteile. Mit kürzeren Bearbeitungszeiten oder geringeren Gebühren könne man ein elektronisches Angebot für die Nutzer zusätzlich attraktiv machen.

Angenommen wird die digitale Variante, berichtete Eiwohnermeldeamtsleiter Konrad Pfister: «Bei der Anforderung von Wahlscheinen übers Internet haben wir zuletzt einen richtigen Andrang erlebt».

Nicht zu unterschätzen sei freilich, dass die meisten Anfragen übers Telefon eingingen. «Wir wollen dazu einen zentralen Service einrichten», kündigte Riegg an. Dessen Mitarbeiter sollen vor allem erreichbar sein und das häufig ergebnislose Weiterverbinden überflüssig machen.

Zeit gewinnen für Gespräche

Damit sich die «Kunden» in ihren Behörden wohlfühlen, seien einige Faktoren wichtig, sagte Riegg:

freundliches Personal

weitgehende Öffnungszeiten

kurze Wartezeiten

Aufgabenbündelung

neues Raumkonzept

Eine Expresstheke mit flexiblen Öffnungszeiten soll am Eingang des Verwaltungsgebäudes die bisherige Pforte ablösen. «Wer nur noch eine Unterschrift leisten muss zu einem Vorgang, der übers Internet bereits vorbereitet ist, kann in kürzester Zeit bedient werden», meinte der Fachmann.

Mehrere Stadträte mahnten, nicht den großen Teil der Bevölkerung aus den Augen zu verlieren, der sich aus welchen Gründen auch immer mit der Online-Technik nicht so wohl fühlt. «Wir müssen für jeden Anspruch den entsprechenden Service zur Verfügung stellen», stimmte Riegg zu. Für die Bürger, die den persönlichen Kontakt suchten, könne indes mehr Zeit übrig sein, wenn die Sachbearbeiter auf einer anderen Ebene durch die Elektronik entlastet würden.

Das könnte Sie auch interessieren

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen
Powered by Gogol Publishing 2002-2019