Buchloe
Umlage klettert auf Zehnjahreshoch

Die höchste Verwaltungsumlage seit zehn Jahren müssen die vier Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Buchloe - Lamerdingen, Jengen und Waal sowie die Stadt Buchloe - im kommenden Jahr bezahlen. Die Umlage steigt 2010 um 8,30 Euro von 72,20 Euro auf 80,50 Euro pro Einwohner an.

Dies gab Dieter Streit, Leiter der VG-Kämmerei, bei der jüngsten Gemeinschaftsversammlung bekannt. Der Haushaltsplan samt Stellen-, Finanz- und Investitionsplan bis 2013 wurde im Buchloer Rathaus einstimmig verabschiedet. Zentraler Punkt war die Finanzierung des Buchloer Gymnasiums (wir berichteten).

Die VG hat in diesem Jahr einen Verwaltungshaushalt (laufende Kosten) von 2,204 Millionen Euro und einen Vermögenshaushalt (Einnahmen und Ausgaben für Investitionen) von 318 000 Euro bewilligt bekommen. Das Gesamtvolumen beläuft sich somit auf 2,522 Millionen Euro. Bedeutende Einnahmen sind Zuweisungen vom Land (307300 Euro), Verwaltungsgebühren der Bürger (insgesamt 107000 Euro) und die Umlagen der Mitgliedsgemeinden.

Da die VG üblicherweise keine Schulden macht - der Gymnasiumsneubau bildet eine Ausnahme, bestreiten die Mitgliedskommunen den gesamten ungedeckten Finanzbedarf entsprechend der Einwohnerzahlen durch eine Umlage. Diese liegt im kommenden Jahr um rund elf Prozent höher als 2009.

Das Soll beläuft sich auf 1,655 Millionen Euro. Davon übernimmt die Stadt Buchloe als Sitz der Verwaltungsgemeinschaft zunächst einen Anteil von zehn Prozent als Bonus, also 164600 Euro. Mit zum Stichtag 12055 Einwohnern muss Buchloe vom verbleibenden Rest zudem rund 970 400 Euro aufbringen. Waal (2218 Einwohner) steuert 178500 Euro, Jengen (2336) 188000 Euro und Lamerdingen (1792) 144300 Euro bei.

In einer Grafik verdeutlichte Kämmerer Streit die Entwicklung der Verwaltungsumlage in den vergangenen Jahren. Zwischen 1999 und 2002 mussten die Mitgliedsgemeinden etwa 62 Euro pro Einwohner zahlen. Bisheriger Höhepunkt war 2006 eine Umlage von 76,30 Euro. Streit rechnet damit, dass sich die Verwaltungsumlage in den kommenden Jahren auf dem jetzigen Niveau einpendeln wird.

Die Personalausgaben machen mit 1,730 Millionen Euro auch 2010 den größten Anteil am Volumen des Verwaltungshaushalts aus (78,5 Prozent). Zu den größten Ausgaben zählen außerdem der sächliche Verwaltungs- und Betriebsaufwand (267000 Euro), Erstattungen an Bund, Gemeinden Zweckverbände (125500 Euro), die Investitionen in die EDV-Anlage (45000 Euro) und die Neubeschaffung und Ergänzung von Mobiliar und Büromaschinen (19000 Euro).

VG-Geschäftsstellenleiter Arthur Salger erläuterte den Stellenplan für 2010. In der VG sind wieder 9,5 Beamten-Stellen und 22,79 Stellen für tariflich Beschäftigte, darunter zwei Auszubildende, besetzt.

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