Memmingen
Umgestaltung wesentlich billiger

Die Umgestaltung des Schrannenplatzes kommt die Stadt wesentlich billiger, als bisher geplant war. Bislang gingen die verantwortlichen Stadtplaner von Gesamtkosten in Höhe von 3,9 Millionen Euro aus. Jetzt rechnen sie mit 2,3 Millionen. Das wurde bei der jüngsten Sitzung des II. Stadtratssenates bekannt (siehe auch Infokasten).

Die vom Stadtrat als Gestaltungselement beschlossene Stadtbachspur beispielsweise schlägt nun voraussichtlich mit nur noch 195000 Euro zu Buche. Zuvor standen 450000 Euro im Raum.

Die erheblich niedrigeren Kosten begründete Architekt Mathias Rothdach vom Stadtplanungsamt bei der Sitzung des II. Senates wie folgt: Durch die öffentliche Ausschreibung der Bauarbeiten habe die Stadt insgesamt acht Angebote bekommen. Alle seien deutlich unter den geschätzten Summen gelegen.

Auf Anfrage der Memminger Zeitung ergänzte Rothdach nach der Sitzung: «Es war für uns ein günstiger Zeitpunkt, um Angebote einzuholen. Denn die Unternehmen wollen sich in konjunkturell schwierigen Zeiten jetzt die Aufträge für das kommende Jahr sichern.

» Davon habe die Stadt profitiert, so Rothdach, und sich nun für ein günstiges, aber qualitativ hochwertiges Angebot entschieden.

Bei ihrer jüngsten Sitzung diskutierten die Mitglieder des II. Senates auch ausführlich über einen Antrag der Freien Wähler: Diese hatten angeregt, den Stadtbach am Schrannenplatz im Zuge der Umgestaltung in seinem derzeit geöffneten Zustand zu belassen. Das sei schöner und kostengünstiger als die geplante Stadtbachspur, argumentierten die FW in ihrem Ende November gestellten Antrag (wir berichteten).

Die Mitglieder des II. Senates sprachen sich jedoch mit großer Mehrheit gegen den FW-Antrag aus. Architekt Rothdach und Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger hatten zuvor auf den im März 2009 gefassten Stadtratsbeschluss verwiesen. Seinerzeit sprach sich die Mehrheit für die «Spur» aus.

«Wir sollten das jetzt unbedingt so machen wie geplant. Sonst geht der Platzcharakter verloren», argumentierte der OB. Er verwies auch auf den «hohen Zeitdruck». Schließlich sollten im Oktober 2010 alle Arbeiten am Schrannenplatz abgeschlossen sein.

Dass der Antrag an sich interessant sei, nun aber definitiv zu spät komme, betonten mehrere Senatsmitglieder, zum Beispiel Verena Gotzes (SPD), Claudia Knoll (CSU) und Bernhard Thrul (Grüne).

Wolfgang Courage, Fraktionsvorsitzender des Christlichen Rathausblocks, brachte die Debatte abschließend auf den Punkt: «Der Antrag hat noch einmal eine fruchtbare Diskussion ausgelöst. Aber wenn wir uns dafür aussprechen würden, könnten wir den engen Zeitplan nicht mehr einhalten. Daher sollten wir am bisherigen Beschluss festhalten.» Und so geschah es dann auch.

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