Umgehung soll bald kommen

Von Stefanie Dodel | Memmingerberg Indirekt war der Flughafen auch an diesem Mittwochabend beim Leserstammtisch der Memminger Zeitung in Memmingerberg das beherrschende Thema. Indirekt. Denn: 'Das Thema Airport ist abgeschlossen. Wir haben dagegen geklagt und wir haben verloren. Egal wie man dazu steht, das Thema ist durch', meinte Bürgermeister Gerhard Zettler. Dennoch wurde deutlich, dass der Flughafen und seine Auswirkungen die Gemeinde noch eine Weile beschäftigen werden. Die zahlreichen Bürger, die sich zu Wort meldeten, sorgten sich vor allem um die zunehmende Verkehrsbelastung. Aber auch der Baumbestand am Fliegerhorstgelände und die teils fehlende Straßenbeleuchtung am Schleifweg beim Flughafen wurden angesprochen.

l Verkehrsbelastung: Regina und Erich Geisler, Günther Stark, Brigitte Mock und Gerhard Hoffmann beklagten die zunehmende Verkehrsbelastung in Memmingerberg - 'und das ab 4.30 Uhr morgens', so Hoffmann. 'Es wird eine Entlastungsstraße kommen', betonte Bürgermeister Zettler und informierte mit seinem Stellvertreter Albert Mair über den aktuellen Stand der Planungen. Demnach soll vom geplanten Kreisverkehr an der Autobahn-Zufahrt Memmingen-Ost eine Straße auf direktem Weg zur Industriestraße am Flughafen führen und von dort aus weiter zum zweiten geplanten Kreisverkehr zwischen Memmingerberg und Benningen. Dort wiederum ist der Anschluss an die künftige Ost-Umfahrung von Benningen vorgesehen. Genaue Pläne für das Vorhaben gibt es laut Zettler derzeit noch nicht. Ziel sei der Baubeginn im kommenden Jahr. Warum nicht das 'einzig Sinnvolle, eine neue Ausfahrt am Autobahn-Parkplatz Hasenloh' gebaut werde, wollte Brigitte Mock wissen. Dies sei bereits beantragt, aber derzeit noch nicht umsetzbar, so Zweiter Bürgermeister Mair.

l Baumbestand an der Industriestraße: Brigitte Mock bezeichnete es als 'löblich', dass auf dem ehemaligen Fliegerhorstgelände Industrie angesiedelt werden soll. Allerdings kritisierte sie - wie auch Inge Riedlberger - , dass dafür 'der wunderbare Baumbestand an der Industriestraße kaputtgemacht werden' soll. Die beiden Bürgermeister betonten, dass jeder erhaltenswerte Baum stehen bleiben soll. Es würden lediglich die meisten Fichten gefällt. Welcher Baum erhalten werden müsse, hätten zwei Experten überprüft. Das Ergebnis werde im so genannten Grünordnungsplan genau festgehalten. 'In diesem Bereich sind 50 000 Quadratmeter als Sondergebiet mit lockerer Bebauung vorgesehen', so Mair. Möglicherweise könnten dort ein bis zwei Hotels entstehen. Das hänge jedoch davon ab, an wen die Eigentümerin des Geländes, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (kurz Bima), den Grund verkauft.

l Beleuchtung am Schleifweg: Gottfried Kräften kritisierte, dass ein Teil des Schleifwegs am Flughafen-Gelände nachts 'stockfinster' sei. Provisorische Lampen wären der Gemeinde viel zu teuer gekommen, so Zettler, weil die Straße ohnehin ausgebaut werden müsse. 'Aber wenn wir jetzt die Initiative ergreifen, müssen wir bezahlen', so sein Stellvertreter Mair.

l Fragen zur Memminger Zeitung: Bemängelt wurde von den Memmingerbergern die Umgestaltung der Serviceseite.

Fragen gestellt wurden ferner zur Berichterstattung über den östlichen Landkreis, zum Anzeigenumfang und zum Vertrieb.

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