Pfronten
Umfahrung kommt voran

Im ersten Quartal kommenden Jahres soll das Planfeststellungsverfahren für die geplante Verlegung der Bundesstraße 309 bei Pfronten-Kappel abgeschlossen werden. Das erwartet Elmar Steinle von der Regierung von Schwaben, der gestern den Erörterungstermin dazu im Pfrontener Haus des Gastes leitete. Für ein Vorhaben dieser Größenordnung habe es relativ wenige Einwender gegeben, so Steinle.

Pfrontens Bürgermeister Beppo Zeislmeier sprach von einem «Weihnachtsgeschenk» für die Kappeler Bürger, für die nun die Befreiung vom Durchgangsverkehr in Sicht sei. Auch für den überfälligen Kanalbau sowie die Dorferneuerung werde damit der Weg frei. Für diese sei der Bau der Umfahrung eine Bedingung, betonte Christian Kreye vom Amt für Ländliche Entwicklung: «Ohne wären hier keine sinnvollen Maßnahmen möglich.»

Nur noch wenige Punkte sind nach dem gestrigen Termin zu klären. So muss sich die Gemeinde Pfronten noch mit einem Ehepaar aus dem Oberbayerischen über den Kaufpreis für dessen Grundstück einigen - das letzte, das für die neue Straßentrasse noch fehlt.

Nach mehreren erfolglosen Verhandlungsrunden und einem ergebnislosen Vermittlungsversuch des Landratsamtes könnte nun ein Gutachten eines vom Anwalt des Ehepaares vorgeschlagenen Sachverständigen den Weg zu einer Einigung ebnen.

Kein Öl in den Baggersee

Zudem soll es Gespräche zwischen dem Wasserwirtschaftsamt Kempten, dem Staatlichen Bauamt und der Firma Heer wegen der geplanten Einleitmöglichkeit von Oberflächenwasser in deren Baggersee geben. Heinz Heer hatte Bedenken angemeldet, dass auf diese Weise bei ungünstigen Umständen und einem Unfall Öl in den See gelangen könnte.

Das Wasserwirtschaftsamt hatte dazu schriftlich mitgeteilt, dass das Wasser normalerweise in einer Grube sowie durch geschlitzte Leitungen versickere und kaum etwas in den See gelange. Ob durch eine zusätzliche Sperre auch für den unglücklichsten Fall verhindert werden kann, dass Öl in den See gelangt, soll nun im direkten Gespräch geklärt werden.

Kontrovers wurde die Diskussion zu diesem Punkt zwischen Tobias Ruff, Fischereifachberater des Bezirks Schwaben, und den Vertretern des Staatlichen Bauamtes. Ruff meldete grundsätzliche Bedenken wegen der möglichen Einleitung von Oberflächenwasser in einen See an, wofür er bei den Amtsvertretern wenig Verständnis erntete.

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