Lindenberg
Uli Mayer kehrt der SPD den Rücken

Uli Mayer verlässt die SPD. In einem Brief an den Landesvorsitzenden Florian Pronold erklärt der Konrektor der Lindenberger Hauptschule, der für die Sozialdemokraten über Jahrzehnte auf verschiedenen politischen Ebenen aktiv war: «Die SPD ermüdet mich. Alle Parteien ermüden mich. Parteien stoßen mich vermehrt ab.»

Im Alter von 18 Jahren ist Uli Mayer in die Sozialdemokratische Partei Deutschlands eingetreten. Ein parteiinterner Verwaltungsfehler führte dazu, dass der junge Mann nach Umzügen nicht mehr im Mitgliederverzeichnis geführt wurde und deshalb 1983 erneut die Aufnahme beantragten musste.

Seine besten Zeiten als «Sozi» waren die frühen 1970er-Jahre. Damals war Mayer am «Willy-Wahlkampf» in München beteiligt. «Es war grandios», erinnert er sich.

Politische Verantwortung übernahm der Pädagoge 1984 in Lindenberg und im Landkreis. Zwölf Jahre saß er im Lindenberger Stadtrat - und war parallel SPD-Ortsvereinsvorsitzender - , sechs im Kreistag.

Uli Mayer trat sogar bei der Landtagswahl 1990 an. «Schon damals war die Partei ein Haifischbecken», sagt er rückblickend. Trotzdem setzte er sich für die SPD im Kreisvorstand und im Unterbezirksvorstand ein. Zuletzt unterstützte er die Sozialdemokraten, indem er bei den Kommunalwahlen 2008 für Kreistag und Stadtrat den letzten Platz auf den SPD-Kandidatenlisten füllte.

Auf kommunaler Ebene habe ihm die Politik in seiner ersten Legislaturperiode unter Bürgermeister Dr. Eduard Leifert (1984 bis 1990) noch Spaß gemacht. «Dann fingen auch hier die Machtkämpfe an.» Die Entscheidung für den Parteiaustritt sei also über lange Zeit gereift, betont er im Gespräch über seinen Schritt.

Uli Mayers Abkehr von der SPD begründet er im Brief an Pronold so: «Ich habe nirgendwo brutalere, härtere und menschenverachtendere Machtkämpfe erlebt als innerhalb der Parteien, auch und vor allem in der SPD.»

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