Fuchstal
Überstunden für «Robotik»

Roboter, die Gegenstände erkennen und entscheiden, wohin sie transportiert werden sollen, sind unter anderem in der Lagerhaltung großer Unternehmen im Einsatz. Fuchstals Neuntklässler haben sich zum Ziel gesetzt, einen derartigen «Maschinenmenschen» zu bauen und ihn entsprechend zu programmieren. Die Gelegenheit dazu erhalten sie in der neuen Arbeitsgemeinschaft «Robotik», die seit dem September an der Fuchstaler Hauptschule besteht.

Für Lehrer Karl-Heinz Kohler ist es wichtig, dass seine Schüler aus der neunten M-Klasse den Weg zu dem gesteckten Ziel möglichst selbstständig zurücklegen. «Tüfteln» und «Ausprobieren» ist gefragt und nur in Notfällen greift er als Lehrer unterstützend ein. Als Ausgangsmaterial dienen den Schülern Bausätze von «Lego Mindstorm education», was nicht nur Erinnerungen an die Lego-Zeit in der Kindheit weckt sondern auch dazu beiträgt, Berührungsängste abzubauen. Die Programmierung erfolgt zwar am Computer, diese wird allerdings über eine USB-Schnittstelle auf die Roboter übertragen, die dann ohne Kabelverbindung arbeiten.

In der neuen Arbeitsgemeinschaft sieht Kohler nicht nur eine Unterstützung seines Unterrichts im «gewerblich-technischen Bereich», in dem «Messen, Steuern und Regeln» zu den Lernzielen gehört.

«In unserer immer stärker technisierten Welt ist die Robotertechnik in vielen Bereichen einfach unverzichtbar geworden», meint der Lehrer und sieht es deshalb als eine Notwendigkeit an, auch technisch besonders begabte Hauptschüler an diese Materie heranzuführen. Auch werden den Schülern die gesellschaftspolitischen Auswirkungen näher gebracht, wenn durch Roboter, die immer gleich bleibende Arbeiten billiger erledigen können, Arbeitsplätze von Menschen eingespart werden.

Nahe an der Wirklichkeit

Mit den Geräten bewege man sich sehr nah an der industriellen Wirklichkeit, stellt er fest und freut sich über den Fuchstaler Schulverband als einen aufgeschlossenen Sachaufwandsträger, der die Anschaffung des Unterrichtsmaterials ermöglicht hat. Auch die Schüler sind mit Feuereifer bei der Sache und nehmen dabei bereitwillig in Kauf, dass sie am Freitag noch «Überstunden schieben», während sich ihre «Kollegen» bereits auf dem Weg ins Wochenende befinden.

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