Überschuss lässt die Gemeinderäte aufatmen

Haldenwang (bi). - Obwohl die Gemeinde Haldenwang eine geringere Schlüsselzuweisung und Gewerbesteuer erwarte und gleichzeitig die Kreis- und Solidarumlage steige, konnte laut Bürgermeister Anton Klotz jetzt ein 'ordentlicher Haushalt' aufgestellt werden. Hauptgrund dafür sei ein 'Sollüberschuss' von über einer Million Euro aus dem Vorjahr. Der Gesamthaushalt beträgt 5,6 Millionen Euro. Ein gewisses Aufatmen beim Gemeinderat war nach Bekanntgabe des Überschusses von über einer Million aus dem Vorjahr zu bemerken. Gut 200000 Euro sind auf Mehreinnahmen, besonders bei der Gewerbesteuer, zurückzuführen. Der Löwenanteil stammt jedoch aus der Abwasserbeseitigung, denn hier wurden 800000 Euro weniger ausgegeben. Die geplanten Kosten im Vermögenshaushalt verlagerten sich laut Klotz auf heuer und das Jahr 2005. Der Bürgermeister bat die Vereine um Verständnis dafür, dass heuer die Zuschüsse gekürzt würden. Dies gelte auch für die Bücherei und den Kulturkreis der Gemeinde. Wie bereits vor der Haushaltsabsegung beschlossen, würden sich heuer Grundsteuern und Gewerbesteuer sowie Wassergebühren erhöhen. Eine Einnahmequelle ist laut Kämmerer Georg Hartmann der Verkauf von Grundstücken im Baugebiet Prinzenbuckel in Börwang. Allerdings gingen die verfügbaren Bauplätze zu Ende.

Unmut über Solidarumlage Der Verwaltungshaushalt sank um sieben Prozent auf 3,38 Millionen Euro. Die Einnahmen stammen aus der Gewerbesteuer mit rund einer halben Million Euro, der Beteiligung an der Einkommensteuer (1,1 Millionen) und der Schlüsselzuweisung (gesunken um 200000 auf 136000 Euro). Die erhöhten Grundsteuern spülen 370000 Euro in die Kasse. Die Ausgaben fallen zu einem Großteil aufs Personal (1,11 Millionen Euro) und auf die Kreisumlage mit einem Anstieg von 243000 auf über eine Million Euro. Nicht nur Bürgermeister Klotz, auch die Räte ärgerten sich über die 'ungerechte Solidarumlage'. Nach zwölf Jahren Geldtransfer endgültig würde es nun reichen, hieß es. Man forderte beim 'Kampf zur Abschaffung dieser Sondersteuer' nicht nachzulassen. Grund für den Unmut: Der 'Soli' steigt um 32000 auf 101000 Euro. In den Vermögenshaushalt können nur 38000 Euro transferiert werden. Die Kommune investiert im Vermögenshaushalt rund 370000 Euro in den Grunderwerb, unter anderem für die Börwanger Ortsumgehung und das neue Baugebiet Seebach-Süd. Für einen Bauhof-Traktor sind 40 000 Euro eingeplant. Im Sportzentrum muss für rund 60000 Euro das Dach saniert werden. Den Schwerpunkt bilden jedoch Tiefbau-Maßnahmen zur Abwasserbeseitigung im Außenbereich mit über einer Million Euro. Und für den Geh- und Radweg Unterwengen-Kassier sind rund 245000 Euro vorgesehen. Infolge von Schuldentilgungen dürfte die Pro-Kopf-Verschuldung von 294 Euro im Vorjahr auf 253 zum Jahresende sinken. Damit würden auch die Zinsausgaben sinken, rechnete Klotz vor. Dennoch prophezeite er, dass beispielsweise ab Herbst die Kindergarten-Gebühren angehoben werden müssten. Pro Kind schieße die Gemeinde jährlich 1683 Euro zu. Jeder Schüler der Teilhauptschule Haldenwang koste 545 Euro, an den Schulverband müssen 882 Euro je Schüler gezahlt werden, und die Schülerbeförderung schlage nochmals mit 100 Euro zu Buche.

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