Überschuss aus dem Jahr 2003 sichert den aktuellen Haushalt

Oberostendorf (ofr). - Mit den Überschüssen des vergangenen Haushaltsjahres und einem neuen Kredit über 100000 Euro bestreitet die Gemeinde Oberostendorf in diesem Jahr ihre Investitionen. Bei einem Gesamtetat von 1,47 Millionen Euro werden heuer rund 300000 Euro für Baumaßnahmen und den Erwerb von (Bau)-Grundstücken ausgegeben. Die Hebesätze für Grund- und Gewerbesteuer bleiben unverändert, die Pro-Kopf-Verschuldung steigt bis Jahresende leicht an. 'Große Sprünge machen wir auch in diesem Jahr nicht', betonte Bürgermeister Karl Fischer vor der einstimmigen Verabschiedung der Haushaltssatzung 2004 durch den Gemeinderat. Wie schon 2003 müsse man auch heuer versuchen, das Beste aus den vorhandenen Mitteln zu machen. Weil im Gegensatz zum vergangenen Jahr im Verwaltungshaushalt keine Überschüsse zu erwarten sind, muss 2004 das gemeindliche Sparbuch, also die allgemeinen Rücklagen, komplett geplündert werden. Knapp 233000 Euro fließen auf diese Weise in den Vermögenshaushalt. Das Volumen dieses Etats, aus dem die Gemeinde ihre Investitionen bestreitet, sinkt gegenüber dem Vorjahr dennoch leicht um 7,4 Prozent auf 394000 Euro. Mit einem neuen Kredit über 100000 Euro will sich die Kommune zusätzlichen finanziellen Spielraum für den Erwerb von Baugrundstücken schaffen. Allein 104000 Euro sind etwa für das Neubaugebiet Unterostendorf Nord eingeplant. Die Pro-Kopf-Verschuldung der Oberostendorfer steigt trotz des neuen Darlehens im Vergleich zum Vorjahr nur unwesentlich von 717 auf 723 Euro an, weil im gleichen Atemzug alte Verbindlichkeiten in Höhe von 92000 Euro 'abgestottert' werden. Investiert wird auch in die Sanierung und Erweiterung des Gutenberger Friedhofs (51000 Euro), in die Sicherheit der gemeindlichen Brücken (Prüfung und Reparaturen für rund 25000 Euro), den Brandschutz (31000 Euro) und ins Vereinsleben - 18000 Euro sind an Bau- und Planungskosten für das Herrichten des maroden Oberostendorfer Vereinsheims vorgesehen. Für die Sanierung des denkmalgeschützten ehemaligen Pfarrhofs in Gutenberg sind 2004 keine Mittel eingeplant. Das auf Gesamtkosten von 1,1 Millionen Euro geschätzte Projekt wird sich wohl erst im nächsten Haushaltsjahr finanziell niederschlagen.

Auf Nummer sicher Lieber auf Nummer sicher geht die Gemeinde bei der Schätzung ihrer Steuer-Einnahmen. Bei der Gewerbesteuer etwa sollen 2004 voraussichtlich nur rund 50000 Euro herein kommen. Zwar gab es hier 2003 einen unerwarteten Geldsegen (statt der veranschlagten 27000 Euro spülte es mehr als die vierfache Summe in die Kasse), doch diese Einkünfte schwanken stark. Besser vorhersagen lässt sich der Anteil an der Einkommenssteuer. Hier rechnet die Kommune mit einem leichten Rückgang auf insgesamt 305000 Euro.

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