Überall Schanzen und Hindernisse

Von Michael Mang Immenstadt Es hat sich in den letzten Jahren vieles verändert im Skigebiet am Mittag. Eine Rodelbahn wurde gebaut. Bis zur Mittelstation verläuft jetzt eine Doppelsesselbahn, bis zum Gipfel soll bald eine gebaut werden (wir berichteten). Doch wenn man an der Talstation steht, wird man auf eine weitere Veränderung aufmerksam: Fast jeder zweite Sessel, der das Tal verlässt, ist mit jungen Snowboardern besetzt. Ungewöhnlich für den Mittag, der traditionell eher von Skifahrern besucht wurde. Allerdings gibt es für diese Entwicklung eine einfache Erklärung: Der neue Fun-Park. In einem abgesperrten Gelände stehen für die Snowboarder drei Schanzen, drei verschiedene Rails und als besondere Attraktion eine Funbox bereit. Peter Schmidt, der den Park mit Unterstützung der Stadt Immenstadt, einer befreundeten Metallbau-Firma und nicht zuletzt mit Hilfe der Snowboarder selber gebaut hat, wollte seinem Sohn, dem Wakeboard-Weltmeister Peter Pascal Schmidt, und seinen Freunden die Möglichkeit geben, auch in Immenstadt ihrem Hobby nachgehen zu können. Vorerst keine Wettkämpfe geplant Gerade die Jungs, die noch nicht 18 sind, können nicht jeden Tag nach Oberstdorf fahren, verweist Schmidt auf das Problem, dass bisher Funparks vorwiegend in den Oberstdorfer Gebieten angeboten wurden. Schmidt legt auch großen Wert darauf, dass der Park vor allem zu Übungszwecken angelegt ist. Das ist hier kein Contest-Park, und soll auch keiner sein. Deswegen sind auch die verschiedenen Hindernisse so gebaut, dass sie auch für Nachwuchs-Boarder gefahrlos zu befahren sind. Das ist auch der Hauptunterschied zu den Parks in Oberstdorf.

Der in Immenstadt kann für viele Jugendliche besser erreicht werden. Es kommen jeden Tag Eltern auf mich zu und bedanken sich, weil sie ihre Kinder nicht mehr soweit fahren müssen, erzählt Schmidt. Zusätzliche Attraktion geschaffen Unterstützt wurde er dabei von den Liftbetreibern, die sich nach anfänglicher Skepsis mit der Idee angefreundet haben und mit Pistenfahrzeugen an dem Park mitarbeiteten. Durch die Anschaffung von ausleihbaren Snowbikes wurde noch eine zusätzliche Attraktion geschaffen. Der Mittag ist einfach ein Freeride-Gebiet, erklärt Schmidt, wieso er sich gerade für den Mittag als Standort entschieden hat. Und die Preise sind auch für Jugendliche bezahlbar, sagt er. Um den ganzen Berg für die Snowboarder zu erschließen, baute Schmidt über das ganze Gebiet verteilt verschiedene Schanzen und Hindernisse für die Boarder. Diese neuen Attraktionen finden auch bei den Skifahrern Anklang. Wir haben auch viele Skifahrer in unserem Fun-Park und die sind alle willkommen. Aus diesem gesunden Miteinander entstand auch die Zusammenarbeit mit dem Skiclub Immenstadt. Der nicht nur Räumlichkeiten für Schaufeln und andere Hilfsmittel zur Verfügung stellt, sondern sich in Zukunft auch um die Förderung der jungen Snowboarder kümmern will. Mit Hilfe einer eigenen Snowboard-Abteilung sollen sich bald ehrenamtliche Trainer um die Nachwuchs-Boarder kümmern. Da hat ein Umdenken stattgefunden, berichtet Schmidt, der weiß, dass anfangs durchaus Vorbehalte gegen solche Pläne vorhanden waren. Wir wollen die Jungs fördern und unterstützen. Aus diesem Grund soll spätestens nächstes Jahr auch erstmals ein Snowboard-Contest am Mittag ausgetragen werden.

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