Marktoberdorf
Über neuen Kreisel ins Stadtzentrum

Nach Gesprächen mit Bayerns Oberster Baubehörde zeichnet sich ab, dass die geplante Umgehung Marktoberdorf im Süden der Stadt (Füssener Straße/Schillenberg) mit einem Kreisverkehr an die Innenstadt angebunden werden soll. Dieser Lösung hat nach dem Stadtrat nun auch der Kreisausschuss zugestimmt.

Wie berichtet lehnt die Gemeinde Biessenhofen die Umgehung ab, da sie von der geplanten Trasse eher eine Mehrbelastung als eine Entlastung erwartet. Da aber weder der Freistaat noch der Bund das Teilstück zwischen der Stadtgrenze und dem Kreisel Altdorf übernehmen wollen, musste eine Kompromisslösung her. Diese sieht folgendermaßen aus:

Gemeindestraße: Durch die Stadt Marktoberdorf hindurch soll die bisherige Bundesstraße 16 zwischen Salzstraße und Stadtgrenze zur Gemeindestraße werden. Die Baulast liegt dann bei der Stadt Marktoberdorf. Da Biessenhofen die 780 Meter zwischen B12-Auffahrt und Stadtgrenze nicht übernehmen will, springt hier die Stadt in die Bresche, um das Planfeststellungsverfahren zu beschleunigen.

Bedingung: Beidseitig soll noch ein Radweg auf Staatskosten entstehen und bei Altlasten (phenolhaltiger Teer) im vorhandenen Straßenbelag haftet weiterhin der Bund.

Bundesstraße: Die Rampen und die Brücke an der B12-Anschlussstelle bleiben in der Verantwortung des Bundes.

Kreisstraße: Im Zuge des Umgehungsbaus «verliert» der Landkreis 3,4 Kilometer Kreisstraße zwischen Bertoldshofen und Altdorfer Kreisel. Diese Straße wird etwas verlegt und zur Umgehung ausgebaut. Daher ist der Landkreis bereit, die OAL5 von Altdorf kommend künftig nach Süden bis zur B12-Auffahrt weiterzuführen. Der Kreis übernimmt so rund 700 Meter Straße.

Konsens mit Baubehörde für Anschluss an Füssener Straße

Laut Kreisentwicklungsreferent Wolfgang Kühnl ist zudem auch ein Kreisverkehr im Süden der Stadt nun Konsens mit dem Straßenbauamt und der Obersten Baubehörde. Die Stadt hatte die bisherige Lösung für eine Abzweigung mit Abbiegespuren abgelehnt und zunächst eine Überführung gefordert. Der Kreisverkehr zur Anbindung der B16 vom Hochwieskreisel kommend an die Verbindung ins Geltnachtal und zur Innenstadt (Füssener Straße) stellt nun einen Kompromiss dar.

Der Kreisausschuss stimmte den vorgeschlagenen Lösungen einstimmig zu. Dass die B472 von der Füssener Straße bis zur B12-Auffahrt Geisenried zur Staatsstraße 2008 werden soll, entspricht einem früheren Beschluss des Kreisgremiums. Klar machte Landrat Johann Fleschhut, dass die Neuordnung der Straßen im Interesse des Landkreises liegt: «Die Umgehung muss kommen!»

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