Tunnel verschlechtert Lage in Langenwang nicht

Fischen-Langenwang | wir | Kummer sind die Langenwanger gewohnt: Stau, Lärm und Abgase auf der durch den Ort führenden Bundesstraße und als Zugabe noch das grelle Zugpfeifen jeden Tag von kurz nach fünf Uhr bis Mitternacht nerven die Anwohner seit Jahren. In Grenzen hält sich somit auch die Freude über den vierspurigen Ausbau der B 19, der nach Schätzung von Fischens Bürgermeister Edgar Rölz ab 2009 noch mehr Verkehr in den tiefsten Süden des Oberallgäus bringen wird. Doch während sich für den Hauptort Fischen eine Lösung durch den Tunnelbau abzeichnet, sehen die Langenwanger am Ende des Durchlasses kaum Licht. In der Ortsteilversammlung wurden drum zwar altbekannte, mehr oder minder realistische Vorschläge zu Umgehungstrassen, kleinen und großen Tunnellösungen diskutiert. Eine wirklich zündende Idee zur Verkehrsentlastung aber gab es nicht.

B 19 und Bahn waren die Topp-Themen der Ortsteilversammlung. Während Bürgermeister Rölz auf die noch frische Hiobsbotschaft einer möglichen Schließung der Bahnstation einging und versprach, sich nach Kräften dagegen zu wehren, schrumpfen die Hoffnungen auf ein baldiges Ende des schrillen Zugpfeifens. Der Börsengang der Bahn und die entsprechende mangelnde Bereitschaft, in Regionalstrecken zu investieren, machten die Gespräche über die lang ersehnte Bündelung der vielen Bahnübergänge zu einem einzigen beschrankten nicht gerade einfacher, so Rölz. Von den Langenwangern wünschte er sich darum, für den 'Ernstfall' zumindest so präpariert zu sein, dass die Grundstücke für den erforderlichen Anwandweg zur Verfügung stünden.

Die B 19, das zweite Dauerthema im Dorf, gab auch nicht mehr Grund zur Euphorie. Wenn die Bundesstraße einmal bis Sonthofen vierspurig befahrbar sei, drücke noch mehr Verkehr Richtung Oberstdorf und Kleinwalsertal, versicherte Rölz. Die Befürchtungen der Langenwanger, dass mit dem Bau des 'Flaschenhals'-Tunnels in Fischen das Einfahren in die B 19 schier unmöglich, der Stau noch länger werde und noch mehr Autofahrer auf der Suche nach Abkürzungen durch den Ort fahren, wollte er nicht gelten lassen. Denn 'die Verbesserung in Fischen ändert an den Verhältnissen in Langenwang gar nichts'. Die allerdings seien zugegebenermaßen schlecht. Deshalb schlug Rölz vor, mit einem noch zu gründenden Arbeitskreis nach realistischen Lösungen für eine Verkehrsentlastung zu suchen. Während eine Lückenschluss-Ampel zumindest das Einfahren in die B 19 ziemlich schnell ermöglichen könnte, wird es dort um andere Vorschläge wie die komplette Untertunnelung vom Alten Berg bis zum Geiger-Kreisel, die Trassenverlegung auf die östliche Illerseite, eine kleine Tunnellösung nur für Langenwang und eine Straßenvariante entlang des Weidachs sicher noch viele Diskussionen geben.

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