Schwangau
Truchseßweg beschäftigt Räte erneut

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Ein kommunaler Dauerbrenner im Ortsteil Horn geht in die nächste Runde: Mit 11:4 Stimmen hat der Schwangauer Gemeinderat jetzt dem Entwurf des Bebauungsplanes «Horn - Truchseßweg» zugestimmt. Seit vielen Jahren wird bereits diskutiert, ob eine Grünfläche, die bislang die Ortsteile Horn und Alterschrofen trennt, bebaut werden darf.

Der Petitionsausschuss des Bayerischen Landtags war bereits damit beschäftigt und im Gemeinderat flogen ordentlich die Fetzen (wir berichteten mehrfach). Jetzt kommt wieder Bewegung ins Verfahren. Es geht um drei Bauplätze - zwei davon sind in Gemeinde-, einer in Privatbesitz. «Alle drei sollen nach dem Einheimischenmodell bebaut werden», erläuterte Rathauschef Reinhold Sontheimer (CSU) vor den Räten.

Ein Vorhaben, das Roman Seider (SPD) gar nicht schmeckt: «Die Gemeinde hat sehr viel Geld für die Grundstücke bezahlt.» Zwei der drei Grundstücksbesitzer hätten nicht bauen wollen, worauf die Gemeinde als Käufer aufgetreten sei - und zu überhöhten Preisen zugeschlagen habe. «Zudem hat der Bauausschuss vor zehn Jahren darüber abgestimmt, dass dort nicht gebaut werden soll», ergänzte Paul Schmid (SPD).

Für Seider zudem unverständlich: «Es gibt genügend Baulücken im Dorf - jetzt wird hier für eine einzelne Familie ein Einheimischenmodell gemacht.»

Weiterhin eine Grundsatzdiskussion zu führen, wurde Roman Seider nach einem Antrag zur Geschäftsordnung durch Martin Mielich (Freie Wähler) untersagt.

Ortsteile bleiben getrennt

Zudem betonte Hauptamtsleiter Klaus Lang, dass das «Trenngrün zwischen Horn und Alterschrofen bestehen bleibt» - schließlich werde nicht die ganze Wiese, sondern nur die andere Straßenseite bebaut (siehe Grafik). Bürgermeister Sontheimer betonte auf Nachfrage unserer Zeitung, dass auch nicht zu überhöhten Preisen eingekauft worden sei - schließlich müsse eine Gemeinde langfristig planen. So habe man sich mit zwei Grundstücken bevorratet, die später per Einheimischenmodell wieder an Schwangauer abgeben werden sollen.

«Das zieht sich jetzt seit zehn Jahren hin», attackierte Rupert Gebler (CSU) Seider. «Wir wollen das jetzt bereinigen und nur Sie verhindern das.» Nach der Zustimmung durch die Gemeinderäte erfolgt nun die öffentliche Auslegung - der genaue Termin wird laut Bürgermeister Sontheimer noch bekannt gegeben.

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