Trotz knapper Kasse wird weiter investiert

Irsee (fk). - Auch wenn Irsees Bürgermeister Andreas Lieb die finanzielle Situation der Gemeinde als äußerst angespannt bezeichnet, sollen wichtige Projekte weiter betrieben oder, wie die Modernisierung der Kläranlage, neu begonnen werden. Das kam bei der Bürgerversammlung zur Sprache, die im Bürgerhaus stattfand und gut besucht war. In seinem Jahresrückblick nannte Bürgermeister Lieb 35 Rats- und neun Ausschusssitzungen, in denen es um den Ausbau von Ortsstraßen, die Wasserversorgung in Eiberg, die Renovierung von St. Stephan, die Vorbereitungen für den Bau einer Kläranlage und auch um eine Vorentscheidung für eine neue Turnhalle gegangen war. Etliche Bauanträge für Privatbauten gab es zu begutachten und mit der Änderung des Flächennutzungsplans sei auch ein Sondergebiet für Windkraftanlagen ausgewiesen worden. Der Haushalt 2003 habe mit einem Volumen von 3,5 Millionen Euro abgeschlossen, davon entfielen 1,2 Millionen Euro auf den Verwaltungs- und 2,3 Millionen Euro auf den Vermögenshaushalt. An Grundsteuer A wurden 32051 Euro eingenommen, die Grundsteuer B brachte 118358 Euro, die Gewerbesteuer betrug 53770 Euro, die Einkommensteuerbeteiligung 411622 Euro und die Schlüsselzuweisungen 181464 Euro. Auf der Ausgabenseite schlugen die Kreisumlage mit 336852 Euro und mit 85026 Euro die Umlage für die Verwaltungsgemeinschaft zu Buche. Für den Straßenbau ausgegeben wurden 54535 Euro, für den Kindergarten 43806 und für die Schule 80562 Euro. In den Vermögenshaushalt konnten noch 57520 Euro überführt werden. Der Schuldenstand betrug zum Jahresende 2003 3,1 Millionen Euro, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 2299 Euro entspricht. Für das laufende Jahr wurde ein Haushaltsvoranschlag von 3 Millionen Euro aufgestellt, davon werden voraussichtlich auf den Verwaltungshaushalt 1,2 Millionen und auf den Vermögenshaushalt 1,8 Millionen entfallen. Lieb bezeichnete die finanzielle Situation der Gemeinde als äußerst angespannt, stünden doch in weiten Bereichen sinkende Einnahmen steigenden Ausgaben gegenüber. Dennoch werde der Straßenausbau weiter vorangehen, ein neues Baugebiet sei in Aussicht und auch die Renovierung von St. Stephan werde fortgesetzt. Sodann sprach der Bürgermeister das bevorstehende Großprojekt der Modernisierung der seit 1961 bestehenden Kläranlage an. Ein weiterer Aufschub sei nicht mehr möglich, weil die Genehmigung zur Einleitung des Abwassers in den Irseer Bach am 31. Dezember dieses Jahres enden werde und eine Verlängerung nicht mehr in Aussicht gestellt wurde. Sowohl Vertreter des beauftragten Planungsbüros als auch des zum Zuge gekommenen Bauunternehmens stellten daraufhin das Bauvorhaben vor, das neben einer Erneuerung der bestehenden Anlage auch noch eine Erweiterung bringen wird.

Diskussion um Turnhalle Ratsmitglied Inge Lechner als Sportstättenbeauftragte informierte über den Stand der Planungen für eine neue Turnhalle. Nach eingehender Beratung habe sich das Ratskollegium bisher lediglich für den Abriss der bestehenden Turnhalle und einen Neubau an der gleichen Stelle ausgesprochen. Doch sei weder über das Konzept noch über einen Auftrag entschieden worden. In der anschließenden Aussprache nahmen Fragen zur Kläranlage, vor allem aber Meinungsäußerungen zum geplanten Turnhallenneubau einen breiten Raum ein. Sowohl der Bürgermeister als auch Ratsmitglieder versicherten, diese Investition eingehend abzuwägen.

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