Trotz Investitionen wenige Schulden

Pleß (eng). - Bürgermeister Peter Lessmann hat die sonst so verworrenen Zahlen des Gemeindehaushaltes bei der jüngsten Bürgerversammlung in Pleß mit modernster Elektronik an die Wand geworfen und verständlich erklärt. Die zahlreichen Bürger nahmen zur Kenntnis, dass die Gemeinde trotz der Dorferneuerung mit nahezu vier Millionen Euro Investitionen kaum Schulden aufweist und mit 224 Euro weit unter dem Durchschnitt der Pro-Kopf-Verschuldung in Bayern liegt. Der Kauf des Zehentstadel war nach der Insolvenz des Restaurators für Bürgermeister Lessmann unabdingbar. Die Gemeinde habe bei dieser Gelegenheit zugreifen müssen. Um ihn für Gemeinde und Vereine optimal nutzen zu können, müsse nach der vorläufigen Grobplanung jetzt noch einmal eine Million Euro eingeplant werden. Deshalb würden derzeit Gespräche laufen, um den Zehentstadel in das Programm der Dorferneuerung aufzunehmen. Eine weitere Belastung des Gemeindehaushaltes könnte die Sanierung der Quellfassung der Trinkwasserversorgung in Boos werden. Das durchgeführte so genannte hydrogeologische Gutachten, das dazu erstellt wurde, sei noch im Grenzbereich. Aber das Wasserwirtschaftsamt Krumbach bestehe auf weitere Untersuchungen und die Überprüfung von Alternativen, so Lessmann. Deshalb wolle er nicht über anfallende Kosten spekulieren. Bedauerlich sei, dass für die Sanierung der Wasserversorgung seit 1994 bereits eine Million Euro aufgebracht wurde, die zum Großteil von den Bürgern bezahlt wurde. Auch in diesem Fall würden die Verhandlungen mit den entsprechenden Dienststellen laufen, so Lessmann. Die Auflagen für die Trinkwasserversorgung würden immer strenger. Kleinabnehmer wie Pleß sollten sich laut Wasserwirtschaftsamt möglichst mit Nachbarnanbietern verständigen, um so die teuren Kosten für Überwachung und Sanierung zu sparen.

Dorfchronik fast fertig Trotz dieser nicht geplanten Maßnahmen blickt der Bürgermeister optimistisch ins Jahr 2004. Mit Abschluss der Dorferneuerung werde auch die Dorfchronik fertig sein, die von Altbürgermeister und ehemaligem Rektor Hans Johemko erstellt und derzeit geschrieben wird. Dann sei sie ein Werk von unersetzbarem Wert für die Gemeinde, so Lessmann.

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