Salenwang
Trinkwasser muss abgekocht werden

Seit fast drei Wochen können die Bürger in Salenwang ihr Wasser nur noch abgekocht trinken. «Bei Wasserproben im Versorgungsnetz wurden coliforme Keime und andere gefunden. Die Mengen sind zwar gering, aber über dem Grenzwert», berichtet Ralf Kinkel, unter anderem zuständig für öffentliche Sicherheit und Ordnung im Landratsamt Ostallgäu.

Der Ortsteil von Friesenried wird von einer eigenen Quelle in einem eigenen Netz versorgt, weshalb nur die Salenwanger von der Verschmutzung des Wassers betroffen sind (wir berichteten). Das Gesundheitsamt der Behörde hat der Gemeinde Friesenried deshalb einige Auflagen erteilt: Der Fassungsbereich der Salenwanger Quelle muss saniert, zudem das Leitungsnetz in Quellennähe überprüft werden, erklärt Kinkel. Danach müsse, um den Bürgern das Abkochen zu ersparen, baldmöglichst eine Desinfektionsanlage eingebaut werden. Denn ohne diese Anlage sei der Hochbehälter nicht nutzbar. Dessen Sanierung müsse die Gemeinde deshalb vorantreiben - oder das Wasser aus anderen Quellen für Salenwang beziehen, so Kinkel.

Bürgermeister Wolfgang Gerum bestätigt Kinkels Angaben. In Absprache mit der Gesundheitsbehörde habe die Gemeinde auch entsprechende Schritte eingeleitet. So wurde in Zusammenarbeit mit dem Wasserwerk Kaufbeuren die Quellfassung bereits gefräst. Diese Woche soll außerdem eine Kamerafahrt in die Quellrohre stattfinden, um mögliche Schäden in den Leitungen, die zu den Verunreinigungen führten, aufzuspüren, so Gerum. Um kurzfristig das Problem zu lösen, habe die Gemeinde eine UV-Anlage zum Desinfizieren geordert, damit das Abkochen überflüssig werde.

Langfristig müsse aber darüber entschieden werden, ob der Hochbehälter noch einmal saniert werden soll. Als Alternative dazu stünde die Wasserversorgung aus Kaufbeuren oder Friesenried. «Das ist natürlich auch eine Kostenfrage», erläutert der Bürgermeister.

Dennoch will Gerum die Bürger beteiligen: «Das können die Salenwanger dann selbst entscheiden.»

Vorerst aber muss die bestellte UV-Anlage in der Gemeinde ankommen und in Betrieb genommen werden. Damit sei erst in zwei bis drei Wochen zu rechnen, meint Gerum. Bis dahin müssen die Salenwanger weiter ihr Wasser abkochen.

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