Triathlon am Fuß des Falkensteins

Pfronten (ale). - Dass Anthony Perrone ein Modellathlet ist, sieht man sofort, wenn man sich den 35-Jährigen in seiner gelben Wettkampfausrüstung anschaut. Für Fett scheint sein etwa 1,80 Meter großer Körper keinen Platz mehr zu haben, alles, was der Australier an Physis zu bieten hat, präsentiert sich gut durchtrainiert und sehr muskulös. Kein Wunder, denn Perrone ist Triathlet. Heuer hat er zum ersten Mal am Pfrontener Falkenstein Triathlon teilgenommen, der zum zweiten Mal ausgetragen wurde. Rund 130 Sportler zwischen sieben und 67 Jahren, die bis aus Köln, Roth, Augsburg, Innsbruck oder München angereist waren, stellten sich bei sommerlichem Wetter der diesjährigen Herausforderung zu Füßen des Falkensteins, Deutschlands höchstgelegener Burgruine. Nach Alter, Leistungsfähigkeit und Wettbewerb in sechs verschiedene Wettkampfklassen eingeteilt, galt es dabei für die jüngsten Dreikämpfer (Schüler B und C) 50 Meter zu schwimmen, einen Kilometer mit dem Rad zu fahren sowie abschließend 500 Meter zu laufen. Ein etwas anspruchsvolleres Programm hatten die Schüler A mit 400 Meter, 5,6 Kilometer und 2,85 Kilometern. Für die Jugendlichen war die Radstrecke mit elf Kilometern etwas länger. Die gleiche Rad-Distanz absolvierten die Volkstriathleten, die dann aber wie die Elite 750 Meter im Wasser und 5,7 Kilometer zum Teil recht steil bergauf zu Fuß zurücklegen mussten.

Elite startet in zwei Gruppen Die hohe Zahl an Wettkämpfern des so genannten Elitetriathlons machte es nötig, nacheinander zwei Gruppen von Sportlern an den Start gehen zu lassen, während die Teilnehmer des Staffelwettbewerbs zusammen ins Rennen gehen konnten. Hierbei absolvierte je ein Athlet je eine Disziplin für ein, auch aus Frauen und Männern gemischtes, Team von drei Sportlern, das gemeinsam alle drei Sportarten ausführte. Sowohl die Elite- als auch die Staffeltriathleten hatten mit 22 Kilometern die mit Abstand längste Distanz auf dem Rad. Trotz der teils fast hochsommerlichen Hitze zeigten die kleinen 'Iron'-Männer und - Frauen, dass sie ziemlich fit waren und so legten sie sich durch die Bank äußert engagiert ins Zeug. Pitsch-patsch nass hieß es dabei, möglichst schnell den Neopren-Anzug nach dem Schwimmen abzulegen und sich aufs Rad zu schwingen, bevor es bei einem zweiten kurzen Abstecher in der so genannten Wechselzone daran ging, mit der optimalen Fußbekleidung richtig in Tritt zu geraten. Mehrere Wettkampfrichter der diesen Triathlon mit Unterstützung der Radsportgemeinschaft (RSG) Ostallgäu veranstaltenden Gemeinde Pfronten sowie Hauptorganisator Roland Braamt schauten währenddessen ganz genau, dass bei diesem 'Bäumchen wechsle dich!'-Spiel alles mit rechten Dingen zuging. Auch wenn die Teilnehmer vor ihrem jeweiligen Wettkampf in einer so genannten Vorbesprechung auf die teils sehr detaillierten Regeln der Veranstaltung hingewiesen worden waren. Größere Probleme gab es allerdings weder bei den Allerjüngsten noch bei den Teilnehmern, die die statistische Altersmitte ihres Lebens bereits überschritten haben. So fühlte sich auch Walter Helmer keineswegs überfordert. Vielmehr durfte sich der 67-Jährige vom Vf L Kaufering als vermutlich ältester Teilnehmer mit vielen anderen Athleten an diesem Tag darüber freuen, 'gefinished' zu haben, wie es bei den Triathleten in Anlehnung an die amerikanischen Wurzeln dieses Sports heißt. Ähnlich dürfte es schließlich auch Anthony Perrone gegangen sein, der den Pfrontener Falkenstein Triathlon als 'sehr anstrengend' bezeichnete. Er wurde immerhin 38. der Elite-Triathleten. Allgäu-Sport Ergebnisse Schüler B/C: 1. Justus Morisse, Pfronten; 2. Thomas Hauber, Pfronten; 3. Lisa Härtl, Garmisch; Schüler A: 1. Michael List, RC Kaufbeuren; 2. Johanna Härtl, Garmisch, 3. Maria Kling, SC Pfronten; Jugend A/B: 1. Bernd Scheidle, Immenstadt; 2. Mathias Schwarz, Baiersoien; 3. Luka Sporer, Schongau; Volkstriathlon: 1. Karsten Vogler, Radsport Zacherl; 2. Markus Schneid, Marbach; 3. Peter Lorenz, München; 11. Sonja März, Pfronten; 12. Jörn Morisse, Pfronten.

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