Treff macht Raucher zu Künstlern

Memmingen | vog | Robert Manz will die Probe aufs Exempel machen. Der Wirt der Pilsbar Treff ist entschiedener Gegner des Rauchverbots in Lokalen und erlaubt seinen Gästen weiterhin das Qualmen. Er beruft sich dabei auf das neue Gesundheitsschutzgesetz, das in Artikel 5 Ausnahmen des Rauchverbots beschreibt. Demnach gilt das Verbot nicht 'bei künstlerischen Darbietungen, bei denen das Rauchen als Teil der Darbietung Ausdruck der Kunstfreiheit ist'. Seine rauchenden Gäste sieht er als Laien-Schauspieler, die im Treff das Leben vor dem Rauchverbot nachspielen.

Manz will sich aber kein Schlupfloch suchen. Vielmehr wünscht er sich eine Anzeige, um seine Argumente vor einem Richter darlegen zu können. Denn seiner Meinung nach verletzt das Verbot die im Grundgesetz geschützten Rechte auf persönliche Entfaltung sowie auf Berufs- und Eigentumsfreiheit. 'Auch muss ein Passivrauch-Vermeider in meiner Kneipe nicht geschützt werden, da er ja nicht kommen muss', sagt Manz. Ihm wäre eine Kennzeichnung von Raucher- und Nichtraucherlokalen am liebsten: 'Wenn die Regierung dann der Meinung wäre, dass es zu wenig Nichtraucherlokale gibt, könnte sie diese ja steuerlich entlasten.'

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