Traurige Bilanz der Leederer Feuerwehr

Leeder (hoe). - Ganz im Gegensatz zur bundesweiten Tendenz nahm die Zahl der Verkehrstoten auf dem Fuchstaler Abschnitt der Bundesstraße17 im Vorjahr erschreckend zu. Wie Kommandant Martin Guggenmos bei der Versammlung der Feuerwehr Leeder informierte, musste seine Truppe innerhalb von sechs Monaten in fünf Fällen bei der Bergung von tödlich Verunglückten Hilfe leisten. Bei der Zahl der Einsätze insgesamt wurde mit 35 wiederum ein neuer Höchststand erreicht. Neben den zehn Bränden bildeten 25 technische Hilfeleistungen den Schwerpunkt, berichtete der Kommandant. Unter anderem musste man dabei ausgerechnet auf dem Anwesen des Kreisbrandrats mittels Rettungsschere ein Pferd von dem Hufeisen befreien, in das es getreten war. Insgesamt leisteten die 43 Aktiven in Leeder 571 Stunden bei Einsätzen. Zusammen mit den 1406 Übungsstunden summierte sich ihr Engagement im Dienste der Allgemeinheit auf fast 2000 Stunden. Auf allein 62 Übungsstunden brachte es Christian Völk. Ihn zeichnete Guggenmos mit der dafür gestifteten Wandertrophäe, einem geschnitzten Florian aus. Vergessen sind mittlerweile die Zeiten, in denen man sich in Leeder Gedanken um den Nachwuchs machen musste. Denn mit 25 konnte Jugendwart Florian Hagenbusch einen erfreulichen Höchststand bei den Mitgliedern der Jugendgruppe vermelden, allein im Vorjahr waren zehn Jugendliche neu hinzu gekommen. Bei 21 Übungen wurden von ihnen 708 Stunden aufgewendet, mit Erfolg unterzog sich ein Teil der jungen Feuerwehrleute der Prüfung zur 'Deutschen Leistungsspange' und dem Wissenstest. Als Vertreter der Inspektion beglückwünschte Kreisbrandmeister Johann Hagenbusch seine Kollegen zu ihrer Arbeit. Bürgermeister Erwin Karg ging auf die Neuanschaffung des Mehrzweckfahrzeugs ein, das der Feuerwehr noch in der ersten Hälfte dieses Jahres zur Verfügung gestellt wird. Über den Erwerb einer Wärmebildkamera, die den Einsatz in stark verqualmten Räumen erleichtern soll, müsse der Gemeinderat zunächst noch beraten, erklärte Karg. Aus einem ruhigen Vereinsjahr berichtete Vorsitzender Martin Linder. Für heuer plant man die Teilnahme an der 130-Jahrfeier der Feuerwehr in Oberbergen, für Ende Mai einen Ausflug in den Freizeitpark Tripsdrill und im Juli eine Radeltour. In Abwesenheit würdigte Linder den Einsatz von Josef Fichtl für den Verein und sprach seine Ernennung zum Ehrenmitglied aus. Einstimmig gewählt wurden von der Versammlung Franz Guggenmos und Markus Sparn als Kassenprüfer.

Kritik an Großübung Sehr kritisch setzte sich ein Mitglied der Leederer Wehr in einer Anfrage mit der Großübung des Landkreises bei Dornstetten im vergangenen Frühjahr auseinander, bei der ein Hubschrauberabsturz simuliert worden war. Das frühzeitig eingetroffene Fahrzeug aus Leeder habe man am Übungsort minutenlang aufgehalten, berichtete er, und er habe sich insgesamt wie bei einer 'Vorführung mit anschließender Brotzeit' gefühlt. Außerdem schlug der selbe Feuerwehrmann vor, die räumlichen Zuständigkeiten für die Alarmierung im südwestlichen Landkreis zu überprüfen, da die Wehr aus Leeder überaus rasch ausrücke und dank günstiger Anfahrtbedingungen sehr schnell auch an entfernteren Einsatzorten eintreffen könne. Kreisbrandmeister Johann Hagenbusch versprach, diese Punkte auf Inspektionsebene anzusprechen.

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