Allgäu
«Tiere eignen sich nicht als Geschenk»

Nachgefragt zum ausgesetzten Welpen Kommt es öfter vor, dass um die Weihnachtsfeiertage Tiere ausgesetzt oder bei Ihnen abgegeben werden? Krauss: Unsere Aufnahmestatistik weist besonders nach den Feiertagen zwischen den Jahren eine außergewöhnlich hohe Fundtieranzahl auf. Kaum ein Beschenkter hat genügend Courage, ein ungewolltes tierisches Weihnachtsgeschenk offiziell an einen zuständigen Tierschutzverein abzugeben. Was kostet es, wenn man ein Tier in Ihre Obhut gibt?

Krauss: Die Aufnahmegebühr in unserem Tierheim setzt sich je nach Art des Tieres und bereits erfolgter Gesundheitsvorsorge zusammen. Für die sogenannte Privatabgabe des Hundewelpen wären 30 Euro fällig geworden, die bei weitem die Kosten für seine tierärztliche Vorsorge (Kontrollcheck, Impfungen, Wurmkur), Futter und individuelle Betreuung bis zu seiner Vermittlung nicht abdecken können. Gerade zu Weihnachten werden immer wieder Tiere verschenkt. Worauf ist bei den «gängigen» Haustieren wie Hund oder Katze zu achten?

Krauss: Tiere eignen sich generell nicht als Geschenk. Wer für ein Haustier Verantwortung übernimmt, sollte sich der Aufwendungen im Vorfeld bewusst sein. Jedes Tier hat individuelle Ansprüche, denen ihr Halter gerecht werden muss.

Ist es strafbar, Tiere einfach auszusetzen? Was passiert mit den Haltern, wenn sie erwischt werden?

Krauss: Das Aussetzen von Tieren ist gemäß Tierschutzgesetz verboten. Wer gegen diese Vorschrift verstößt, handelt ordnungswiedrig und muss mit einer Geldstrafe von bis zu 25000 Euro rechnen.

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