Tempo 30 in ganz Oberstaufen

Oberstaufen | elm | 'Das gilt für euch alle', witzelte Bürgermeister Walter Grath vor dem Beschluss im Marktgemeinderat, der dann mit 16:3 Stimmen trotzdem klar ausfiel: Im ganzen Ort Oberstaufen sollen Autofahrer bald nicht mehr als 30 Stundenkilometer schnell fahren dürfen.

Bereits vor 15 Jahren kämpften die Staufner für eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf ihrer Hauptstraße. Beim Straßenbauamt stieß man aber seinerzeit auf taube Ohren, weil das bei einer Staatsstraße nun einmal nicht möglich sei.

Nachdem die Ortsdurchfahrt aber zur Gemeindestraße abgestuft worden ist, hat man das alte Ziel wieder ins Auge gefasst - und macht jetzt keine halben Sachen: Der Fleckerlteppich aus Fußgängerzonen, großflächig verkehrsberuhigten Bereichen und normalen Tempo-50-Straßen soll nun zu einer großen Tempo-30-Zone gemacht werden, die den gesamten Ortskern umfasst. Lediglich fünf zusätzliche Schilder müssen dafür an den Einfahrtsstraßen aufgestellt werden (siehe Grafik).

Der Schilderwald im Ortsinneren kann dafür großzügig ausgeholzt werden. Die erst jüngst bestätigten Prädikate 'Luftkurort' und 'Heilbad' hilft die konsequente Beruhigung des Verkehrs ebenfalls sichern, erklärte Grath. Die Polizei stimme den Plänen grundsätzlich zu. Details sollen noch abgeklärt werden. Auch wann die Tempo-30-Zone ausgedehnt wird, steht noch nicht fest.

Flankiert wird die Verkehrsberuhigung von weiteren Maßnahmen:

l Für den zweiten Bauabschnitt zum Ausbau der Orstdurchfahrt sollen Ende März die Bagger anrollen: Heuer wird zwischen der Kreuzung Johannes-Schroth-Straße über die Kinokurve bis zu Einmündung Peter-Sutter-Straße die Straße auf 5,5 Meter reduziert und barrierefrei gestaltet. Neu verlegt werden hier auch ein Regenwasserkanal und eine Fernwärmeleitung.

l Ein neues Parkkonzept hat der Rat einstimmig auf den Weg gebracht: Die Gemeinde verspricht Einheimischen und Gästen, dass sie mit den 'Oberstaufen Plus'-Pauschalangeboten ab 1. April am Parkautomaten kostenlos Tickets ziehen können. Also müssen vor allem die Parkuhren verschwinden, an denen man mit einer Gästekarte nicht recht weiterkommt. Ersetzt werden sie durch Parkautomaten - oder durch Kurzparkzonen mit Parkscheibe. Am Bahnhofsparkplatz soll die maximal zulässige Parkzeit auf acht Stunden erhöht werden - mit einer Tagesgebühr von drei Euro.

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