Telefonieren, organisieren, reden - um voranzukommen

Kempten | bec | Den Stadtteil und seine Menschen kennenlernen. Das steht für Oliver Stiller, seit vier Monaten Quartiersmanager in Sankt Mang, weiter im Vordergrund seiner Arbeit. Wie berichtet wurde sein Büro Im Oberösch 3 im September als eine der Säulen im Rahmen des Projekts 'Soziale Stadt' eröffnet. Nun zieht Stiller eine erste Bilanz, spricht über bereits Erreichtes und noch anstehende Projekte.

Um in seinem Stadtteil Aktionen auf die Beine zu stellen, braucht Oliver Stiller Kontakte. Solche zu knüpfen, sei noch seine Hauptaufgabe. 'Ein gutes Stück habe ich da schon hinter mir.' Doch es gebe noch viel zu tun. 'Das ist auch mein Tagesablauf', sagt Stiller: 'Ich bin am Telefonieren, Organisieren und Reden.' Und das habe in einigen Bereichen schon zu Erfolgen geführt. So sei etwa ein Arbeitskreis für Senioren entstanden, der es sich zum Ziel gesetzt hat, mehr Angebote für Senioren zu schaffen. 'Die Langzeitstrategie ist, Angebote aufzubauen und auszubauen, ohne bestehenden Konkurrenz zu machen.'

Und wie sieht es mit der Beteiligung der Bürger aus? Die ist schließlich eine wichtige Voraussetzung dafür, dass sich im Stadtteil etwas bewegt. 'Die Besucherfrequenz im Büro selbst könnte höher sein', räumt der Quartiersmanager ein. Andererseits gebe es viele Menschen, die sich gerne an Aktionen und Projekten beteiligen würden. Doch müssten diese erst noch anlaufen. Stiller erläutert, was geplant ist:

l Arbeitskreise: Neben dem Arbeitskreis für Senioren soll unter anderem auch einer für Jugendliche entstehen. Da sei Stiller mit Stadtjugendring, Jugendamt und Pädagogen im Gespräch.

l Mehrgenerationenhaus: Das ist kein echtes Haus, sondern ein Projekt, bei dem es darum geht, mehrere Generationen miteinander in Kontakt zu bringen. Derzeit hält eine 'ältere Dame' in der 'Kotterner Flohkiste' Vorlesenachmittage , die in dieses Projekt integriert werden sollen. Auch Sprachpatenschaften wie in Thingers (wir berichteten) könne sich Stiller ebenso vorstellen wie eine Schülerfirma.

l Städtebauliche Maßnahmen: Ganz oben auf der Liste stehe die Gestaltung der BMX-Bahn, um für Jugendliche ein besseres Freizeitangebot zu schaffen. Die Planungen sollen Mitte Februar der Öffentlichkeit präsentiert werden. Noch heuer, sagt Stiller, sollen die Arbeiten auf dem Gelände beginnen.

l Beratungsangebote: Vor Ort sollen die Sankt Manger sich über ihre Belange informieren können. Wie schon in Thingers soll auch in Sankt Mang eine Migrationsberatung entstehen und auch spezielle Beratungen für Senioren - beispielsweise zu rechtlichen Angelegenheiten oder Heimbetreuung - seien in Planung.

l Stadtteilfest: Vom 16. bis 21. Juni wird in Sankt Mang gefeiert. Unter dem Motto 'Der Stadtteil präsentiert sich' soll es die ganze Woche über Aufführungen von Schulen, Vereinen und Musikgruppen geben. Auch das Quartiersbüro werde sich dort noch einmal den Bürgern präsentieren.

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