Tanz um die Weltkugel

Kaufbeuren (vyc). - Kindliches Chaos und ein kunterbuntes Programm charakterisierten das internationale Kinderfest, das gestern wieder kleine und große Gäste in den rappelvollen Kaufbeurer Stadtsaal lockte. Das Motto lautete diesmal: 'Friede im Lande, Friede in der Welt'. Die Veranstalter, der Kaufbeurer Ausländerbeirat und der Verein türkischer Elternbeiräte, hatten keine Mühe gescheut, um das Fest zum vollen Erfolg zu führen. Als prominenten Gast konnte Elternbeirätin Ramazan Lacinok die Vizekonsulin des türkischen Konsulats in München, Beste Pehlivan, begrüßen. Oberbürgermeister Andreas Knie erklärte in seiner Begrüßungsrede, dass es keinen besseren Weg für die Integrationsarbeit gebe als über die Kinder und dass kulturelle, geschichtliche und sprachliche Barrieren und Grenzen am Besten gemeinsam überwunden werden könnten. Hinter der Bühne warteten schon viele Kinder gespannt, aufgeregt und voller Freude auf ihren Auftritt. Nach der deutschen und türkischen Nationalhymne konnte das vierstündige Programm beginnen. Mehr als 200 Kinder von Kaufbeurer Schulen, Kindergärten und Gruppen verschiedener Nationalitäten hatten Gedichte, Lieder und Tanzeinlagen einstudiert.

Mit dem Tanz um eine große Weltkugel und dem Lied 'Lasst uns Kindern eine friedvolle Welt' warben Kinder für mehr Toleranz untereinander. Zitat Der beste Weg zur Integration führt über die Kinder.} Oberbürgermeister Andreas Knie Die Darsteller vom Kindergarten 'Herz Jesu' hatten einen lustigen Tanz der Zwerge einstudiert. Sprachunterricht der besonderen Art bekam das Publikum zudem in vielen verschiedenen Sprachen: Zwischen dem türkischen 'Merhaba', dem englischen 'Hello' und dem bayerischen 'Grüß Gott' war noch Französisch, Spanisch, Italienisch und Russisch angesagt. Die achtjährige Sarah im Publikum mampfte inzwischen genüsslich gemeinsam mit dem gleichaltrigen Mehmet Pommes mit Ketschup. Die beiden hatten, wie auch die anderen Kinder, keinerlei Berührungsängste. Sarah stellte gleich klar: 'Der Mehmet ist mein bester Freund, wir spielen jeden Tag zusammen!' Der elfjährige Ismail war extra mit seinen Eltern aus Buchloe gekommen. Er wollte sehen, was in Kaufbeuren so geboten wird, da in Buchloe ein ähnliches Fest stattfinden soll. Sein Vater hofft, dass solche Veranstaltungen für etwas mehr Toleranz und Verständnis unter den verschiedenen Nationalitäten sorgen und nicht jeder nur seine eigene Kultur und Geschichte für die wichtigste hält. Der internationale Nachmittag in Kaufbeuren sei sicher ein großer Schritt auf diesem Weg gewesen, so das Fazit eines Besuchers.

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