Sucht-Prävention speziell für türkische Familien

Marktoberdorf(az). - Bei einem Informationsnachmittag im Marktoberdorfer Jugendtreff Pion erfuhren viele Interessierte Wissenwertes über die Gefahren von Sucht und Drogen. Organisiert hatte die Veranstaltung Derya Ciftcioglu, die beim Kreisjugendring das Projekt 'Integra' zur besseren Integration türkischer Jugendlicher leitet. Zielgruppe waren türkische Eltern und Jugendliche. Anliegen der Veranstaltung war es, türkische Eltern über das Thema Drogen und Sucht zu Informieren d. h. die unterschiedlichen Suchtmitteln vorstellen, aufzeigen wie sie Gefährdungen erkennen können und über konkrete Hilfsangebote informieren. Dazu kamen drei Referenten aus den unterschiedlichen Arbeitsbereichen: Levent Civan, Sozialpädagoge und Leiter der Therapieeinrichtung 'Dönüs', in Nürnberg; Dr. Carsten Ottenthaler, substituierender Arzt in Marktoberdorf, sowie Norbert Schwarzwalder, Jugend -und Drogenbeauftragter der Polizeidienststelle Marktoberdorf. Insgesamt folgten rund 45 Gäste der Einladung, darunter zehn Jugendliche.

Levent Civan ging nach seinem Vortrag, den er auf türkisch hielt auf viele Fragen ein. Dies belegte das große Interesse an dem Thema. Civan erklärte unter anderem, was es bedeutet abhängig zu sein. Zitat zu diesem Thema: 'Viele Menschen, die Drogen konsumieren, sind mit Problemen konfrontiert, deren Bewältigung sie vor scheinbar unlösbare Aufgaben stellen. Dies gilt insbesondere dann wenn sich schon eine Abhängigkeit von einem Stoff entwickelt hat.' Civan gab auch nähere Informationen über die Therapieeinrichtung 'Dönüs', die vor allem ausgerichtet auf Jugendliche aus dem türkisch-orientalischen Kulturkreis ist. Dr. Ottentahler der im Ostallgäu als einziger substituierender Arzt tätig ist, legte dar, was Substitution bedeutet, wozu sie gut ist und dass Präventionsarbeit vor allem in der Familie ein wichtiger Punkt ist. Dazu gehört, dass man seine Kinder schon von klein auf stärkt so, dass sie zu selbstbewussten Menschen heranwachsen. Norbert Schwarzwalder referierte über das Thema 'Drogenabhängigkeit und Probleme mit Polizei und Justiz' . Er legte dar, wie das Auto für die meisten Jugendlichen 'Freiheit' bedeute. Wer mit Drogen am Steuer erwischt werde und sei es nur, dass er einen Joint raucht, dem werde der Führerschein sofort abgenommen.

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