Strommarkt bietet große Herausforderung

Kaufbeuren (fro). - Die Vereinigten Wertach-Elektrizitätswerke (VWEW) haben einen neuen Geschäftsführer. Am 1. März 2004 hat der Diplomkaufmann Sebastian Haas den Posten offiziell übernommen. Er löst den kürzlich verabschiedeten Walter Socher ab (AZ berichtete), der Haas zu den VWEW geholt hatte. Der neue VWEW-Chef wurde 1965 in Kaufbeuren geboren und machte sein Abitur am Jakob-Brucker-Gymnasium. 1993 verließ er die Universität Augsburg als Diplomkaufmann mit den Schwerpunkten Wirtschaftsprüfung, Controlling, Steuern und Recht. Dabei kam ihm zu Gute, dass er während seines Studiums schon in diesem Metier gejobbt hatte. Nach dem Studium arbeitete er bei einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in München, zunächst als Prüfungsassistent und später als Teamleiter. Dabei machte er auch Erfahrungen als Berater der Treuhand in Berlin. Danach arbeitete er als Unternehmensberater und kaufmännischer Leiter. 2000 bewarb er sich auf verschiedene Posten und wählte dann aus mehreren Angeboten eine Stabsstellenfunktion als Controller bei der VWEW aus.

Kein Unbekannter Walter Socher konnte ihn damals für den vakanten Job bei den VWEW überreden. Für die Nachfolge von Socher hatte sich Haas kürzlich offiziell beworben. 'Wir hatten eine erhebliche Zahl von Bewerbungen. Unsere Wahl fiel dann auf Herrn Haas, da er aus der Betriebswirtschaft kommt und schon Erfahrung in dem Unternehmen gesammelt hat', begründet Oberbürgermeister Andreas Knie die Wahl der Gesellschafter, deren Vorsitz Knie inne hat. Haas sieht seine nächsten Aufgaben vor allem darin, die Versorgungssicherheit der Kunden zu gewährleisten und die VWEW auf die weiteren Herausforderungen im Rahmen der Strommarkt-Liberalisierung vorzubereiten. 'Da hat Walter Socher schon strategisch wichtige Entscheidungen vorgenommen', so Haas. Die nächsten Investitionen sollen vornehmlich in die Stromerzeugung und Wartung des Netzes fließen. Damit bewegt sich Haas auf der Linie der Gesellschafter: 'Wir wollen keine Experimente mit branchenfremdem Engagement wie Telekommunikation oder Internet wagen. Da haben andere Stromerzeuger schon schlechte Erfahrungen gemacht', so Knie. 'Da kommt eine riesen Verantwortung auf mich zu', weiß Haas. Seine Hobbys, Segeln, der Garten, aber vor allem die Musik, muss er deshalb zurückschrauben. Aber der 'glücklich' verheiratete Haas fühlt sich seiner neuen Aufgabe trotzdem gewachsen.

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