Streitpunkt bleiben die Gemeindehäuser

Igling (hön). - Der Haushalt der Gemeinde Igling ist unter Dach und Fach. Jedoch nicht ohne Gegenstimmen. Stein des Anstoßes: Der Erhalt der gemeindeeigenen Wohnhäuser, die zur Sanierung anstehen und in diesem und im nächsten Jahr mit gesamt 325000 Euro zu Buche stehen werden sowie auch die Erneuerung der Singoldbrücke in Holzhausen. 'Das ist ein Riesen-Euro-Grab, ein Luxus, den wir uns in der jetzigen, angespannten Haushaltssituation nicht mehr leisten können.' Thomas Ziegler brachte die Diskussion auf den Punkt. Es sei nicht Sache der Gemeinde, günstigen Wohnraum für Gemeindebürger vorzuhalten. Deshalb plädiere er für den Verkauf der Häuser, um damit auch den Etat, der in diesem Jahr eine Kreditaufnahme von 325000 Euro vorsieht, deutlich zu entlasten. Deshalb könne er dem Haushaltsplan nicht zustimmen. Ebenso wenig wie Uwe Nawratil, der die Haltung Zieglers nur unterstützen konnte. Er mahnte eine negative Tendenz der vergangenen Jahre an, im Zuge derer sich der Schuldenstand der Gemeinde Igling verneunfacht habe. 'Wir müssen uns endlich bei der Nase packen und nicht immer lamentieren, die gestiegene Kreisumlage sei schuld oder der Bezirk sei für die Schulden verantwortlich'. Damit spielte er auf Bürgermeister Herbert Szuberts Äußerungen an, der die geringen Schlüsselzuweisungen und die erhöhte Abgabe an den Landkreis pauschal verurteilte. So muss man laut Kämmerer Otto Lichtblau in diesem Jahr 100000 Euro mehr an den Landkreis abführen. Die geringeren Schlüsselzuweisungen seien aber bereits seit längerem bekannt gewesen und entsprechend im Haushalt gepuffert. Also sollte eigentlich niemand deswegen überrascht sein, hieß es. Dennoch zeigte sich der Gemeinderat stellenweise nicht allzu zufrieden mit den Ausführungen des Kämmerers, der die im Finanzausschuss intensiv beratenen Zahlen vortrug. Auch beim Posten 'Erneuerung der Singoldbrücke in Holzhausen' könne durchaus gespart werden, war Peter Heiland sicher. So würde die Brücke laut Angaben der Planer noch gut vier bis fünf Jahre halten.

Restriktive Haltung Auch Günter Först hätte diesen Punkt lieber nicht im Haushaltsplan gesehen. Dass nicht mehr Zuschüsse zum Beispiel über die Dorferneuerung eingeplant werden konnten, habe doch an der restriktiven Haltung der Holzhausener Dorfgemeinschaft gelegen, die eine zuschussfähige Verschmälerung der Brückenfahrbahn verhindert habe. An diesem Punkt mahnte aber Herbert Szubert eine 'sachliche Diskussion' an. Es bringe nichts, nachzutarocken, schließlich liege mittlerweile eine baufertige Planung vor, der Antrag sei gestellt, also müssten auch die 190000 Euro für dieses Jahr in den Haushalt eingestellt werden. Der Bürgermeister zeigte sich jedoch zufrieden mit dem ausführlich vorberatenen Haushaltsplan und stellte diesen dann auch wie vorgelegt zur Abstimmung. Mit 11:4 wurde die Satzung dann auch akzeptiert.

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