Ronsberg
Störenfriede Tauben und Raser

In der Diskussionsrunde der Ronsberger Bürgerversammlung zeigten die Fragesteller großes Interesse am Kindergarten und ärgerten sich wieder einmal über die Taubenplage. Sie fühlten sich durch die Tempoüberschreitungen der Verkehrsteilnehmer in der Ortsdurchfahrt gestört und hätten das Festzelt des Faschingsvereins lieber am Sportplatz gesehen als an der Obergünzburger Straße.

Marktrat Uli Baur wies zunächst einmal darauf hin, dass für die neue Beschneiungsanlage beim Ronsberger Skilift kein Trinkwasser verwendet werde. Es wurde ein Becken angelegt, in das Überwasser privater Quellbesitzer fließe. Die im Gemeinderat kürzlich beschlossen Anpassungen der Wasser- und Abwassergebühren stünden daher in keinem Zusammenhang mit der Anlage.

Michael Keidler befürchtet, dass in den Kindergarten die nächsten Jahre noch weniger Kinder gehen werden. Trotzdem müsse der Betrieb dort aufrechterhalten werden. «Da ist die Politik gefragt, die starre Grenzen bei der Bezuschussung zieht», meinte er. Es könne nicht angehen, dass es bei unter 13 Kindern bei der Mittagsbetreuung kein Geld mehr vom Staat gebe. Auch wollte er wissen, ob es tatsächlich Ronsberger Eltern gebe, die ihre Kinder trotz vorbildlicher Einrichtung am Ort in auswärtige Kindergärten schickten.

Bürgermeister Gerhard Kraus antwortete, dass es Eltern gebe, die ihre Kinder woanders hinschickten, weil sie meinten, es gebe im Ronsberger Kindergarten keine gute Vorschule. Das stimme zwar ganz und gar nicht, aber die Kritiker glaubten das leider nicht.

«Jetzt wird es wieder dramatisch»

Die Taubenplage sei wieder so groß wie einst, stellte Keidler fest, die Verschmutzung durch die Tiere sei besonders um Rathaus, Schule und Mehrzweckhalle zu beobachten. «Hier muss etwas geschehen, die verantwortliche Person muss die Konsequenzen tragen», forderte er.

Traudl Schnaubelt fragte: «Ist denn niemand da, der dem Einhalt gebieten kann?» Der Bürgermeister zeigte sich ein wenig hilflos und meinte, man habe ja mal eine Aktion gestartet, der betreffende Taubenliebhaber habe dabei die Situation verbessert, aber «jetzt wird es wieder dramatisch». Die Gemeinde habe vor, die Nester an den öffentlichen Gebäuden zu entfernen und weitere Nagelketten anzubringen.

Johann Götzfried schlug vor, ähnlich wie in Obergünzburg, in den Ortseinfahrten Verkehrsinseln anzubringen, damit die Raser ihre Geschwindigkeit drosseln müssen. Er bedauerte, dass für eine Staatsstraße keine Geschwindigkeitsbegrenzung unter 50 Stundenkilometer möglich sei.

Auf den Hinweis, dass es solche Inseln in beiden Einfahrten schon gäbe, sagte Götzfried, er meine eine Insel in Höhe der Einfahrt Birkenstraße, weil ab hier auf dem geraden Straßenstück die Autofahrer ihr Fahrzeug wieder beschleunigten. Das Gemeindeoberhaupt erklärte, der Bauausschuss habe sich das bereits angeschaut und man habe bereits ein Angebot für Geschwindigkeitsmessgeräte eingeholt. Mark Wojcik beklagte sich über das Parkproblem beim Feuerwehrhaus. Bürgermeister Kraus machte klar, dass, wenn die Feuerwehrausfahrt behindert wird, die betreffenden Fahrzeuge kostenpflichtig abgeschleppt werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen
Powered by Gogol Publishing 2002-2019