Oberstaufen
«Stets an der Spitze neuer Entwicklungen»

Grund zur Freude für die Oberstaufner und Ofterschwanger: Der ADAC-Tourismuspreis wurde offiziell auf dem Imberg übergeben. Wie berichtet, hatte das Konzept «Oberstaufen Plus» den ersten und das Projekt «Gutes vom Dorf» den zweiten Platz gemacht. Das Oberstaufner Angebot hat die Jury besonders begeistert: «Zum einen, weil man sich damit konsequent an den Bedürfnissen von Urlaubern und Kurgästen orientiert hat. Zum anderen wurde damit ein starkes touristisches Netzwerk realisiert, von dem letztlich alle Beteiligten profitieren», erklärte August Markl, Vorsitzender des ADAC-Verbandes Südbayern, bei der Preisverleihung. Insgesamt hatten sich 44 Kandidaten um den Preis beworben.

Urlaub mit Mehrwert

Die Hälfte aller Anfragen, die ADAC-Mitglieder an ihren «Club» richten, haben einen touristischen Hintergrund. Anlass genug für die beiden bayerischen Verbände, im Vorjahr den ADAC-Tourismuspreis aus der Taufe zu heben. 2009 wurde der «Main-Radweg» ausgezeichnet. Trotz deutlich größerer Konkurrenz hat sich diesmal Oberstaufen durchgesetzt. Bürgermeister Walter Grath stellte heraus, dass das Konzept darauf ziele, einen «Urlaub mit Mehrwert» anzubieten. Keinesfalls solle der Urlaub in Oberstaufen «verschleudert» werden. Zudem erinnerte Grath bei der Preisverleihung im Imberghaus daran, dass die Vermieter-Resonanz von Beginn an groß war. Dann sei gehandelt und das Konzept umgesetzt worden - trotz bestehender Bedenken. Letztlich seien die Befürchtungen, dass die Gäste alle Angebote über Gebühr nutzen, nicht eingetreten.

Somit rechne sich das Konzept für alle Beteiligten. Dieses Umsetzen der Idee ohne ein «Zerreden» lobte denn auch Alfons Zeller. Der Vorsitzende des Tourismusverbandes Allgäu/Bayerisch-Schwaben war ebenfalls nach Steibis gekommen und bemerkte, dass der Tourismus zwei Milliarden Euro ins Allgäu bringe und 40000 Arbeitsplätze erhalte.

Bedenken zurückgestellt

Landrat-Stellvertreter Anton Klotz stellte die «absolute Vorbildfunktion» von Oberstaufen heraus, das «stets an der Spitze neuer Entwicklungen» stehe. Auch er hob hervor, dass Bedenken in der Marktgemeinde zurückgestellt worden seien - im Gegensatz zur Situation in anderen Tourismusgemeinden. Aus seiner Sicht muss es das Ziel sein, aus «Oberstaufen Plus ein Oberallgäu Plus oder sogar ein Allgäu Plus» zu machen.

Langfristig müsse es möglich sein, dass der Urlauber aus Oberstaufen kostenlos aufs Nebelhorn fahren könne.

Oberstaufens Tourismusdirektorin Bianca Keybach konnte den Preis zusammen mit Konstantin Andreas Feustel, der das «Oberstaufen Plus»- Konzept entwickelt hat, entgegennehmen. Damit verbunden ist ein Marketingpaket im Wert von 25000 Euro. Es enthält einen Messeauftritt auf der «Freizeit 2010» in Nürnberg, Veröffentlichungen in der «ADAC-Motorwelt» und im Internet.

Platz zwei des Tourismus-Wettbewerbes konnte sich Ofterschwang mit seinem «Gutes vom Dorf»- Projekt und damit ein zweites Oberallgäuer Konzept sichern. Der Leiter der Gästeinformation, Stefan Nitschke, freute sich über die Anerkennung und nahm eine Urkunde mit ins Hörnerdorf.

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