Stein gewordene Werte

Marktoberdorf | sem | 'Denkmäler sind Stein gewordene geistige Werte. Ihr Verlust ist unwiderruflich. Wir müssen mit ihnen sorgfältig umgehen', mahnte Bezirksheimatpfleger Dr. Peter Fassl bei der Eröffnung der Sonderausstellung 'Leben mit Denkmälern' im Stadtmuseum. Die Ausstellung wurde vom Bezirk Schwaben erstellt und vom Heimatverein Marktoberdorf mit Bildern und Texten von örtlichen Denkmälern ergänzt.

Vorsitzender Hans Zacherl, der im Namen des Heimatvereins die recht zahlreichen Gäste begrüßte, wies darauf hin, dass Mitglieder des Heimatvereins heuer bereits zwei Flurkreuze wieder hergerichtet und aufgestellt haben.

Er freue sich, so Dr. Fassl, dass die Wanderausstellung in Marktoberdorf eine so gute Ergänzung mit lobenswerten Beispielen gefunden hat. Beim Bezirk Schwaben seien für den 2004 zum Thema ausgeschriebenen Fotowettbewerb über 800 Bilder eingegangen, aus denen die Ausstellung zusammengestellt worden sei. Sie ist unterteilt nach den Themen Leben und Wohnen, Arbeit, Pflege und Erhalt von Denkmälern, Umnutzungen, gefährdete Denkmäler, Flurdenkmäler und Gedenkstätten.

Für frühere Zeiten war es unvorstellbar, ein Haus für sich allein zu bauen. Nicht nur die Großfamilie, die Beschäftigten, auch die Dauerhaftigkeit für die Generationen standen vor Augen des Bauherrn, führte Fassl aus. Wohnen in Denkmälern trage zu ihrer Erhaltung bei, wenn es angemessen und mit einem gewissen Respekt geschehe. Denn benutzte Bauwerke werden gepflegt, repariert und erhalten. Leben mit und in Denkmälern gebe Gelassenheit und Sicherheit.

Wie wichtig es ist, diese Ausstellung im Landkreis zu haben, strich Kreisbaumeister Anton Hohenadl heraus. Sie rege zum Nachdenken darüber an, was unsere Kultur, unsere Wurzeln ausmache. Der Landkreis Ostallgäu sei reich an solchen Denkmälern, die es wert seien, dass sie nicht verloren gehen. Sie seien Kennzeichen der Kulturlandschaft.

Herbert Eigler vom Heimatverein wies auf bekannte und unbekannte Bau-, Flur- und Bodendenkmäler rings um Marktoberdorf hin, die im Nebenraum zur Ausstellung dokumentiert sind. Es finden sich dort unter anderem Bilder der verschwundenen und veränderten Denkmäler am Rathausplatz, das alte Pförtnerhaus beim Schloss, alte Feldkreuze oder die Hochstraße bei Thalhofen. Eine Bläsergruppe der Musikschule umrahmte die Vernissage musikalisch.

Die Ausstellung ist bis 25. November, mittwochs von 14 bis 16 Uhr und sonntags von 10 bis 12 und von 14 bis 16 Uhr geöffnet.

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