Städtle-Etat mit positiver Bilanz 2003

Immenstadt (ho). Während die meisten Oberallgäuer Kommunalpolitiker-Stirnen beim Blick in die Gemeindekasse von tiefen Sorgenfalten zerfurcht sind, können die Immenstädter Stadträte recht zufrieden auf 2003 zurückschauen. Erwirtschaftete der Kämmerer doch einen größeren Überschuss als ursprünglich erhofft. Und auch der Haushalt für heuer lässt sich nicht schlecht an: Das Zahlenwerk zeigt sich bei (oder wegen) aller gebotenen Sparsamkeit mit einem Gesamtvolumen von über 37 Millionen Euro bereits im Vorfeld ausgeglichen. Sehr positiv sieht Bürgermeister Gerd Bischoff nach einem vorläufigen Kassensturz die Entwicklung des Immenstadt-Etats 2003. Denn mit 2,5 Millionen Euro fiel die freie Finanzspitze (Zuführung vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt) doppelt so hoch aus als erwartet. Ursache ist vor allem ein Einmal-Effekt: Die außerplanmäßige Ausschüttung des Allgäuer Überlandwerks, an dem die Stadt eine Beteiligung hält.

Mit dem Erfolg, dass Immenstadt für seine beträchtlichen Investitionen des letzten Jahres 870000 Euro weniger an Krediten aufnehmen musste. Weil aber gleichzeitig alte Darlehen getilgt wurden, konnten die Schulden der Kommune verringert werden. Und für den Haushalt des laufenden Jahres, der bereits in zwei Sitzungen intensiv vorberaten wurde, zeichnet sich ebenfalls Positives ab: Bei der Gewerbesteuer hofft Bürgermeister Bischoff auf eine weitere Steigerung; er rechnet mit insgesamt rund 5,5 Millionen Euro. Definitives kann aber erst mit der Abrechnung von Bosch Ende März gesagt werden. So möchte Immenstadt, das mit seiner Steuer- und Umlagekraft seit Jahren unter den ersten fünf der 28 Oberallgäu-Gemeinden liegt, diesmal einen 11,3 Millionen Euro schweren Vermögenshaushalt schnüren (Bischoff: Ein Riesenbrocken). In den hohen Investitionen sieht die Kommune auch einen Beitrag zur Stützung der gebeutelten Bauwirtschaft. Trotz dieser erfreulichen Trends wird es notwendig sein, eine Reihe von Wünschen und Ausgaben zurückzustellen, betont das Stadtoberhaupt. Nur dann schaffts das Städtle, auch heuer einen ordentlichen Haushalt ohne Steuererhöhungen und vor allem ohne eine Einschränkung des vielfältigen kommunalen Leistungs-Angebots vorzulegen.

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