Memmingen
Stadtwerke steigern Gewinn

Die Memminger Stadtwerke haben jetzt eine positive Bilanz für 2008 gezogen: Werkleiter Peter Domaschke berichtete im Stadtrat, dass der Gewinn bei knapp 1,6 Millionen Euro liege und damit deutlich höher sei als im Vorjahr (707000 Euro). Einem Plus bei der Gas- und Wasserversorgung steht auch heuer ein Minus gegenüber, das beim Betrieb der Parkhäuser eingefahren wurde.

Ein großer Sprung nach vorne gelang den Stadtwerken in der Sparte Gasversorgung. Der Gewinn betrug hier 2,0 Millionen Euro, in 2007 waren es noch 1,3 Millionen. Dies liegt vor allem an einer neuen Verfahrensweise, die letztlich für ein Plus in Höhe von 800000 Euro sorgte.

Neues System

Das gesamte System des Gashandels sei verändert worden, so Domaschke. Man habe die Aufgabe bekommen, die benötigte Menge für den nächsten Tag zu prognostizieren. Für jede Stunde habe man dabei eine eigene Vorhersage treffen müssen, erläuterte der Werkleiter. Hintergrund ist das Bestreben, die Auslastung der Netze möglichst frühzeitig zu kennen.

Genaue Prognosen

Das Problem bei der Sache war, dass Abweichungen mit Strafen geahndet wurden. Der Vorlieferant der Stadtwerke sah die Gefahr, dass hier eine Forderung von 800000 Euro auf denjenigen zukommt, der falsche Prognosen erstellt. Er hat diese Summe auch in seine Berechnungen eingepreist. Die Stadtwerke entschlossen sich trotzdem dazu, die Vorhersagen selbst zu treffen und damit das wirtschaftliche Risiko zu tragen. Mithilfe einer leistungsfähigen technischen Ausstattung und des «engagierten Einsatzes der Mitarbeiter», so Domaschke, sei es gelungen, die Abweichungen zwischen Prognose und tatsächlichem Gasbezug sehr gering zu halten. Somit konnten die Memminger Stadtwerke die 800000 Euro auf der Habenseite verbuchen.

Als Wasserversorger erzielten die Stadtwerke im vergangenen Jahr einen Gewinn von 117000 Euro. Hier hat es sich laut Domaschke positiv ausgewirkt, dass die Kosten für Instandhaltungen gesunken sind. In den Parkhäusern hat sich zwar die Zahl der Benutzer um rund vier Prozent erhöht, dennoch konnte das schon traditionelle Minus wiederum nicht verhindert werden. Es lag im vergangenen Jahr bei 586000 Euro.

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