Marktoberdorf
Stadtrat ebnet Weg zum Haus auf «Mohren»-Platz

Der Stadtrat ebnete den Weg, damit auf dem «Mohren»-Grundstück im Zentrum der Stadt ein Wohn- und Geschäftshaus entstehen kann. Grundsätzlich stimmte er dem Projekt zu. Allerdings muss bei der Suche nach Stellflächen noch nachgebessert werden.

Wie berichtet will die Geisenrieder Familie Stocker ihr Grundstück, das nach dem Feuer in der ehemaligen Wirtschaft als Parkplatz dient, wieder mit Leben erfüllen. Auf insgesamt knapp 1100 Quadratmetern soll gekauft und gewohnt werden. «Dies wird grundsätzlich von allen begrüßt», fasste Bürgermeister Werner Himmer in der Stadtratssitzung das Ergebnis aus dem Bauausschuss zusammen.

Gibt weiteren Plan

Entscheidend jedoch sei die Stellplatzsituation. Ursprüngliche Absicht der Investoren sei gewesen, acht Plätze ebenerdig zu schaffen und die übrigen 16 abzulösen. Noch am Morgen der Sitzung hatte sich der Verwaltungschef mit Bauherrn und zwei direkten Nachbarn getroffen, um das weitere Vorgehen zu beraten. Das Ergebnis: «Es wird noch eine nachgeschobene Planung in Hinsicht auf eine Erweiterung der Tiefgarage geben.

» Ein Grundsatzbeschluss zum Projekt sei dennoch nötig, um dem Landratsamt gegenüber die vorgeschriebenen Fristen zu wahren.

Selbst wenn die Sparkassen-Tiefgarage erweitert werden sollte, fänden darin «höchstens 14 bis 15 weitere Fahrzeuge Platz», erläuterte Stadtbaumeister Peter Münsch anhand des Lageplans. Realistisch seien acht Stellplätze. «Der Bauherr braucht also in jedem Fall eine Befreiung.»

Diese Befreiung soll sich auf keinen Fall auf 16 Plätze beziehen. «Es muss zum Ausdruck kommen», stellte Münsch den Kompromissvorschlag vor, dass «so viele Stellflächen wie möglich» in der Tiefgarage geschaffen werden. Der Rest soll ebenerdig ergänzt werden. Falls Plätze abgelöst werden müssen, soll sich der Stadtrat eine abschließende Entscheidung über die Höhe der Gebühr vorbehalten.

Dem folgte der Stadtrat einstimmig.

Ideen zu Ein- und Ausfahrt

Vorausgegangen waren erfreulich kurze Stellungnahmen der Fraktionen - schließlich war das Thema bereits im Bauausschuss beraten worden - über die Stellplatzsituation insgesamt. Erneut machte der Gedanke die Runde, eine Einfahrt ins Grundstück zum Beispiel über die Meichelbeckstraße zu ermöglichen und die Ausfahrt an der Eberle-Kögel-Straße zu schaffen, wobei die Fahrzeuge dann nicht zur Rauh-Kreuzung abbiegen dürften.

Dann aber, erläuterte Münsch dem Gremium, fielen weitere zwei Stellplätze weg. Wenn der Stadtrat dies wünsche, müsse der Investor für diese beiden von der Ablöse befreit werden.

Haus passt nicht in die Stadt

Ein ganz anderes Thema brachte Peter Fendt (Bayernpartei) auf den Tisch: «Das Aussehen stört mich. Das wird ein Betonklotz und passt nicht nach Marktoberdorf mit seinem alpenländischen Baustil.» Er hakte nach, ob die Stadt darauf nicht mehr Einfluss nehmen kann.

Dagegen sprachen sich jedoch Himmer und Münsch aus. Je mehr reglementiert werde, um so mehr Befreiungsanträge seien zu erwarten. Gerade bei einem Geschäftshaus seien etwa kleine Fenster, wie sie zu den typischen Bauernhäusern nur schwer vorzuschreiben.

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