Sonthofen
Stadträte brüten über Vertragsplänen fürs Illerstadion

Mit viel Hirnschmalz feilen die Stadt Sonthofen und ihre Partner an der Zukunft des Illerstadions. Wichtiges Thema dabei ist die künftige Vertragsgestaltung. Schließlich geht es um viel Geld, aber auch um alte und neue Rechte. Jetzt diskutierte Sonthofens Hauptausschuss über das Vorgehen und tat sich nicht immer leicht.

Kernproblem: Für den Neubau sind verschiedene Partner unter einen Hut zu bringen. Der Alpenverein will eine Kletteranlage errichten, die Familie Buchmann als privater Investor die Trendsporthalle mit Gastronomie, Jugendherberge und Sozialtrakt. Sache der Stadt sind die Schießanlage und Sozialräume. Die Königlich privilegierte Schützengesellschaft Sonthofen wiederum hat am bestehenden Illerstadion ein Erbbaurecht, das sie nur für neue, vergleichbare Rechte freigibt.

Wie der von der Stadt beauftragte Rechtsanwalt Michael Schunke erläuterte, lassen sich die einzelnen Verträge und Vereinbarungen nur Schritt für Schritt aushandeln und beschließen. Doch genau daran störte sich anfangs Stadtrat Hans Strobach (CSU) und forderte zuallererst einen Grundlagenvertrag. Als Anwalt Schunke sagte, dass der erst zum Schluss komme, schimpfte Strobach: «Dann kann ich nicht weitermachen und geh jetzt heim.

» Nach einigem Hin und Her in der Sitzung kehrte doch noch Frieden ein. Niemand ging vorzeitig und der Ausschuss nahm den Bericht einstimmig zu Kenntnis.

Erst alle Details klären

Zum einen machte Schunke deutlich, dass eben weitere Details zu klären sind, bevor alle Verträge fertig gemacht werden können. Und erst, wenn alles klar sei, wolle man das Projekt beim Notar beurkunden. Doch die einzelnen Vertragspartner benötigten eben schon vorher ein positives Signal, um weiter zu machen. Das sei eine wichtige Grundlage für die Planung, die ja auch Geld koste, so Bürgermeister Hubert Buhl. Stadtbaumeister Lutz-Holger Behre erklärte: «Wir bringen das Projekt scheibchenweise vorwärts; damit ist das Risiko für alle möglichst gering.»

Gleichwohl befand da Rudolf Gropper (FW): Er sei nicht bereit, im Stadtrat Ende des Monats abzustimmen, wenn nicht alles vorliege. Dazu Buhl: «Da geht es nur um die Grundsatzabstimmung. Die Verträge folgen später.» Die Grünen gaben als Hausaufgabe, genau zu prüfen, ob die GmbH in der geplanten Form wirklich Vorsteuer abziehen darf.

Über die Bauplanungen für das Projekt berät Sonthofens Bauausschuss in der heutigen Sitzung (18.30 Uhr im Rathaus).

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