Marktoberdorf
Stadt strebt positive Bilanz an

«Wir alle sollten uns zum Ziel setzen, eine positive Bilanz zum Ende des nächsten Jahres vorzulegen, so wie 2009, das ich als erfolgreiches Jahr für unsere Stadt und für unsere Arbeit bezeichnen möchte.» Das stand ganz oben auf dem Wunschzettel von Marktoberdorfs Bürgermeister Werner Himmer. Allerdings sei dies derzeit eine Rechnung mit Unbekannten, sagte er im Stadtrat.

«Hoffentlich nicht Jahre»

Kein Wunder also, dass er in der Weihnachtssitzung angesichts der Wirtschaftskrise den Betrieben in der Stadt, allen voran AGCO/Fendt, wünschte, sie mögen die kommenden Monate, «hoffentlich nicht Jahre», möglichst ohne größere Blessuren überstehen. Schließlich seien es vor allem Handwerk, Einzelhandel, Gewerbe und Industrie, die den Stadtsäckel füllten und damit viele Projekte erst ermöglichten.

Beispielhaft nannte Himmer die neue Kinderkrippe «Sonnenschein», ein Bauwerk, das nicht nur wegen seines Aussehens über die Stadtgrenzen hinaus Beachtung finde, sondern auch wegen der Bauweise im Passivhausstandard. Himmer war sich sicher, dass wegen der steigenden Nachfrage an Krippenplätzen wohl eine zweite solche Einrichtung erstellt werden muss.

Ebenso nannte er die Sanierung des Hallenbades und der Hauptschule, die aus Steuermitteln bezahlt wurde, die Sanierung des Modeons oder von Kirchen sowie eine ganze Reihe von Straßenaus- und Brückenneubauten.

Ferner hob er das Fernwärmenetz heraus und die Arbeit der Lenkungsgruppe der Interessengemeinschaft «Mitten in Marktoberdorf». Eine wichtige Entscheidungshilfe soll das jüngst vorgelegte Verkehrsgutachten sein. Himmer bedauerte, dass die geplante Umgehungsstraße für Bertoldshofen, mit der es «endlich richtig vorangeht», für das Zentrum Marktoberdorfs keine große Entlastung bringen werde.

Großprojekt Bahnhofstraße

Eine «hoffentlich positive Entscheidung» für die Mehrzweckhalle in Geisenried erhoffe er sich im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht, begann er seinen Ausblick auf 2010. Über die Zukunft der St. Martinsschule müsse im nächsten Jahr ebenso entschieden werden wie über die Abwasserentsorgung von Hattenhofen und die Wasserversorgung, sei es von der Quelle in Kirchtal oder in der Eschenau. Eines der größten Projekte werde der Ausbau der Bahnhofstraße sein. Da sei es nur gut, dass der Stadtrat einige Maßnahmen bereits in den aktuellen Etat gestellt habe, ein «Rekordhaushalt» von 46 Millionen Euro.

Gefühl der Geborgenheit

Damit eine Stadt funktioniere, brauche es Unterstützung. So hatte Himmer eine lange Liste, in der er alle aufführte, denen deshalb zu danken sei. Sie reichte von den Bürgern über die heimische Wirtschaft, über die Mitarbeiter in Rathaus und Bauhof, den Stadtrat und den vielfältigen Institutionen und Vereinen.

Walter Schilhansl, Himmers Stellvertreter, gab den Dank ans Stadtoberhaupt zurück. Besonders stellte er die Fähigkeit des Bürgermeisters heraus, Bewährtes zu bewahren und damit allen Bürgern ein Heimatgefühl zu geben. «Dieses Gefühl der Geborgenheit ist die Grundlage für unser aller Existenz.»

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