Stadion-Umbau: Alle an einen Tisch

Von Helmut Kustermann, Memmingen - In der Memminger Stadionfrage soll nach den Vorstellungen von Sportreferent Fritz Such (CSU) 'möglichst bald' ein Gespräch mit Schulen und Vereinen stattfinden. Der Vorschlag des FC Memmingen für eine Umgestaltung des Areals sei zwar gut, aber auch alle anderen Nutzer des Stadions müssten einverstanden sein. Über die Zukunft der 75 Jahre alten Sportstätte an der Bodenseestraße wird schon seit langem diskutiert. Der FC Memmingen hat kürzlich Pläne für eine Umgestaltung auf den Tisch gelegt, die bei den Stadtratsfraktionen für viel Beifall gesorgt haben (wir berichteten). Zitat Ich hoffe, dass das nicht nur Sprüche sind.} Sportreferent Fritz Such (CSU) zur Aussage der Fraktionen, dass das Stadionprojekt 2007 abgeschlossen sein soll Auch das Sportforum als Vereinigung Memminger Sportvereine hat laut Such diesen Vorschlag befürwortet. Die Überlegungen des FC Memmingen sehen vor, dass eine neue Tribüne entsteht. Sie soll an das Spielfeld gerückt werden. Dafür müsste die 400-Meter-Bahn weichen. Stattdessen stellt sich der Verein eine 100-Meter-Sprintstrecke vor. Weitere Leichtathletik-Anlagen sollen erhalten werden, etwa für Hoch- oder Weitsprung. Der FC Memmingen fordert außerdem, Umkleidekabinen und Sanitäranlagen zu sanieren.

Vorschläge zum Badprojekt Nun müsse man sich mit allen an einen Tisch setzen, die von den Umbauplänen betroffen sind, sagt Such. Er fordert, dass das Gespräch mit Schulen und Vereinen noch vor den Sommerferien stattfindet. Schließlich solle das Stadionprojekt bis 2007, wenn der FC Memmingen 100. Geburtstag feiert, abgeschlossen sein. 'Dazu haben alle Fraktionen ja gesagt.' Such kann sich vorstellen, dass mit den Arbeiten im Jahre 2005 begonnen wird. Im Wahlkampf hatte Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger allerdings betont, dass auch dieses Projekt unter einem 'Finanzierungs-Vorbehalt' stehe. Grundsätzlich müsse jetzt der Sport bei den städtischen Projekten stärker zur Geltung kommen als in den vergangenen Jahren, fordert der langjährige CSU-Stadtrat Such. Mit den Gesprächen über das geplante Hallen- und Freibad werde es nach der Sommerpause weitergehen. Hier haben die Sportvereine laut Such darauf bestanden, in das Projekt ein 50-Meter-Becken zu integrieren. Dies würde jedoch die Kosten massiv in die Höhe treiben, so der Sportreferent. 'Dann kostet das Bad rund 32 Millionen Euro, weil der umbaute Raum viel größer wird. Ansonsten liegen die Kosten bei 12 bis 13 Millionen.' Nun gebe es Vorschläge, wie bei einer Realisierung des 50-Meter-Beckens an anderer Stelle Kosten eingespart werden können, berichtet Such. 'Beispielsweise muss das Dach nicht überall die Höhe des Zehn-Meter-Turms haben.' In Sachen Bad werde derzeit auch geprüft, ob es steuerliche Vorteile bringt, wenn die Stadtwerke als städtischer Eigenbetrieb der Bauherr sind.

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