Immenstadt
Sponsoren für die WM dringend gesucht

Der Zuschlag für die Triathlon-WM 2010 in Immenstadt erfolgte bereits im vergangenen Jahr. Doch die Zusage, das globale Championat der Ausdauer-Dreikämpfer im Oberallgäu zu organisieren, steht noch aus, weil noch ein Finanzplan fehlt. Wir sprachen mit Organisator German Altenried über die wirtschafltichen Voraussetzungen und über die Planungen für die Großveranstaltung 2010.

Ende der vergangenen Woche hat der Stadtrat einen Zuschuss von 95000 Euro für die Triathlon-WM gewährt. Ist das Großereignis damit in trockenen Tüchern?

Altenried: Nein. Der vom Stadtrat beschlossene Betrag setzt sich wie folgt zusammen: 50000 Euro Zuschuss, 20000 Euro Aufwand für Repräsentation und 25000 Euro für Leistungen des Städtischen Betriebshofes. Der Beschluss war die entscheidende Voraussetzung für eine Unterzeichnung des WM-Vertrages. Diese Unterschrift kann aber erst erfolgen, wenn der Etat gesichert ist.

Wie zuversichtlich sind Sie, dass Sie genügend Sponsoren für die WM finden, damit das Budget gedeckt ist?

Altenried: Wir sind auf einem hoffnungsvollen Weg. Aber es steht uns noch harte Arbeit bevor.

Bedarf es Großsponsoren oder genügen auch regionale und lokale Geldgeber, um die WM finanziell zu stemmen?

Altenried: Auch kleinere Beträge können uns helfen. Dabei hoffen wir vor allem auf Partner aus der Allgäuer Wirtschaft und der Tourismus-Branche.

Sind auch Bund, Land, Landkreis und nationale Sportverbände wie die DTU gefordert?

Altenried: Leider haben wir bisher nur vom Landkreis eine Unterstützung in Aussicht gestellt bekommen.

Welche Strecke kommt bei der WM 2010 in Frage?

Altenried: Geplant ist folgende Strecke: Nach dem Start am Alpsee geht es über den Kalvarienberg-Bräunlings-Luitharz-Missen-Sibratshofen-Ebratshofen-Harbatshofen-Stiefenhofen-Balzhofen-Hahnschenkel nach Oberstaufen. Vorn dort zurück auf derselben Strecke bis Zaumberg-Immenstadt-Kalvarienberg und von dann über den Galgenbichl und die B19 ins Auwaldstadion.

Über welche Distanzen geht die WM?

Altenried: Die WM geht über 3 km Schwimmen, 80 km Radfahren und 20 km Laufen, der Allgäu-Triathlon auch schon dieses Jahr über 2/80/20.

Letzterer findet einen Tag vor der WM statt. Wie motivieren Sie Ihre freiwilligen rund 800 Helfer, sich nahezu zwei volle Tage zu engagieren und auf Freizeit zu verzichten?

Altrenried: Die einmalige Chance, bei einer WM im Allgäu mitzuhelfen, ist Motivation genug. Diese 800 Helferf mit ihrem begeisternden Einsatz sind mein ganzer Stolz. Die Sympathie, die der Allgäu-Triathlon weltweit genießt, ist vor allem deren Verdienst.

Was bringt die WM, falls Sie stattfindet, für die Region und die Stadt?

Altrenried: Die Wertschöpfung aus den in die Region fließenden Umsätze wird höher sein als die Investitionen, die demnach bestens angelegt sind. Dazu kommt eine weltweite Werbung für das «grüne» Allgäu, also für den Sommertourismus in unserer Region.

Gibt es beim Allgäu-Triathlon heuer bereits einen Testlauf für die geplanten WM-Strecken?

Altenried: Ja, Die vorgesehene WM-Radstrecke wir heuer am 25. Juli getestet und unser Veranstalter-Partner Oberstaufen eingebunden. Der 2008 schon begeistert aufgenommene neue Schwimmstart im Bühler Bootshafen und die ebenfalls sehr publikumsfreundliche Laufstrecke werden beibehalten.

Sie hätten schon 1999 eine WM in Immenstadt ausrichten können, diese aber zurückgegeben, weil das finanzielle Risiko zu hoch war. Worin besteht der Unterschied zu damals?

Altenried: Die damaligen finanziellen Forderungen der ITU waren deutlich höher und deshalb nicht erfüllbar.

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