Erkheim
Spielend Englisch lernen

Bananen sind gelb, Orangen orange und Pflaumen blau. Logo, das weiß doch jedes Kind. Aber, dass Bananen auf Englisch yellow (gelb) und Pflaumen blue (blau) sind - da wirds dann schon schwieriger. Für Lena Keidler und Markus Wissing (beide fünf Jahre) aus Erkheim ist auch das ein Klacks. Seit Oktober besuchen die beiden immer dienstags für eine halbe Stunde die Englischspielgruppe ihres Kindergartens in Erkheim. Mittlerweile wissen sie, dass ein «cookie» ein Keks ist und «pepper» Paprika bedeutet.

Das Sagen in der Gruppe - und zwar das Englische - hat Julia Huber. Die 27-jährige Erzieherin aus Lauben war ein Jahr lang in den USA; kennt den Kindergarten noch aus ihrer Praktikantenzeit. Sie weiß: Wenn sie den Kindern etwas vermitteln will, geht das nur spielerisch - und mit viel Bewegung. Unterstützung bekommt Huber von Handpuppe Lydia. Die spricht nur Englisch - «und das motiviert die Kinder».

Wer lernen soll, dass Gurken green - also grün - sind, der muss natürlich auch wissen, wie die schmecken. Jedes Kindergartenkind bekommt ein Stückchen cucumber (sprich kjukammber) - aber erst, nachdem Huber nochmals Sorte und Farbe auf Englisch abgefragt hat. Immer wieder wiederholt sie die Wörter. Erst auf Deutsch, dann auf Englisch, dann wieder auf Deutsch. Richtige Antworten belohnt sie mit einem «perfect» oder «good job», was übersetzt soviel wie «gut gemacht» heißt.

Hüpfend wie ein Hase

Und weil Unterricht «nur sitzend nicht geht» (Huber), steht als nächstes ein Spiel auf dem Programm. Im Raum verteilt liegen bunte Tücher. Die Kinder rennen nach Anweisung Hubers mal hüpfend wie ein Hase, schnell wie ein Rennauto oder einfach nur wild herum - so lange, bis Huber die Trommel laut schlägt und eine Farbe nennt - auf Englisch versteht sich. «Black» - ruft sie und nach ganz kurzer Denkpause, welche Farbe das jetzt nochmal war, wirbeln alle in Richtung schwarzes Tuch.

Bei einem Lied, das Huber anstimmt, ist Schnelligkeit gefragt. Im Eiltempo müssen die Hände vom Kopf über die Schultern hin zu den Füßen wandern - hinzukommt das Singen, bei dem die Kinder alle Körperteile auf Englisch benennen müssen - und es auch können.

«Viel zu kurz» findet Markus den Unterricht. Wenn es nach ihm geht, könnte Englisch jeden Tag auf dem Stundenplan stehen. Die Spiele finden er und Lena am besten und auch, wenn manchmal viel Neues auf die angehenden Schulkinder einprasselt: «Ich finds toll, dass wir das lernen können», sagt Markus.

Am Ende der Lerneinheit verabschiedet sich Puppe Lydia persönlich von jedem per Handschlag. «Goodbye» sagt sie. Auf Wiedersehen. Und schon jetzt freuen sich die Kleinen auf den nächsten Dienstag: Beim Cookies-Backen - neben Mixen und Kneten - vermittelt Julia Huber dann, was Mehl, Zucker oder Schokolade auf Englisch heißt. Und Naschen ist bestimmt auch mal erlaubt.

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