Sozialpreis für das Schwungrad

Füssen/Ostallgäu | az | Das Projekt 'Besuchsdienst' des Ostallgäuer Freiwilligen Zentrums 'Schwungrad' wurde mit dem Sozialpreis 2007 des Bezirks Schwaben ausgezeichnet. Vergeben wurde dieser Preis für ehrenamtliches Engagement. Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert betonte, dass der Sozialpreis zeige, 'dass das Soziale in Schwaben einen besonderen Stellenwert hat'. Der Bezirk stelle mit der Ehrung diejenigen in den Mittelpunkt, die ohne Aufhebens das tun, was eine Soziallandschaft erst sozial mache: das aktive ehrenamtliche Engagement.

In seinem Festvortrag betonte Gerd Schulze, Vorstandsmitglied im Landesverband der Ehrenamtlichen in der Psychiatrie: Gerade die Hilfe und Unterstützung von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern biete eine Qualität, 'welche die hauptamtliche Arbeit ideal ergänzt und bereichert'.

Konzept für Altenheime

Mit Unterstützung des Freiwilligen Zentrums 'Schwungrad' wurde in Füssen für die Altenheime ein Konzept entwickelt, um freiwillige Helfer für den Besuchsdienst zu gewinnen. Inzwischen finden laufend Fortbildungen statt und nennt sich dieser Dienst 'Seniorenservice'. Die Einsatzorte sind die Heime St. Martin, St. Michael und das Heilig Geist Bürgerspital. Alle sind Einrichtungen in der Trägerschaft des Bayerischen Roten Kreuzes.

Die Ehrenamtlichen des 'Seniorenservice' begleitung beispielsweise zum Arzt, auf den Friedhof oder beim Einkaufen. Sie singen auch mit den Senioren, lesen vor, führen Gespräche oder machen mit ihnen Gesellschaftsspiele.

Zwei Beispiele für den 'Seniorenservice': Das Ehepaar Berg zählt zu den Ehrenamtlichen. Es bietet im Seniorenheim eine Musikstunde an. Dabei werden alte Schallplatten mit Volksliedern und Bayerischer Volksmusik aufgelegt; nur zum Hören oder zum Mitsingen, Schunkeln oder Tanzen.

Herr Mayer ist in den Altenheimen gut bekannt. Er kümmert sich um die Haustiere und hat Hasen einen Auslauf gebaut. Seine Arbeit ist gefragt, auch hier ergeben sich Gespräche und Kontakte.

Die Ehrenamtlichen entlasten mit ihrem Dienst das Pflegepersonal. Sie beugen auch einer Vereinsamung im Alter vor, bei den Besuchten kehrt die Lebensfreude ein Stück weit zurück.

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